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White Turf St. Moritz – 3. Rennsonntag 18. Februar 2007
Die Zentenarium-Siegerin im Gübelin – 68. Großer Preis von St. Moritz beim White Turf heißt First Time. Vor 13.000 Zuschauern gewann die von Karin Suter in Zürich-Dielsdorf trainierte und von Daniele Porcu gerittene Stute mit dreieinhalb Längen Vorteil den Engadiner Grand Prix. Damit siegte nach Ianina im Vorjahr zum zweiten Mal in Folge eine Stute in dem am höchsten dotierten Pferderennen der Schweiz. Auch Daniele Porcu wiederholte seinen Vorjahrestreffer, diesmal freilich im Sattel von First Time, die Silvio Vogt aus Maienfeld gehört, dessen Pferde unter dem Besitzernamen „Stall SVH“ starten.
Karin Suter gab sich nach der Siegerehrung professionell gelassen: „First Time kam Anfang Dezember in meinen Stall und ich habe schnell erkannt, dass sie ein Riesenkämpferherz besitzt“, meinte die Trainerin und war selbst gespannt, wie sich die Stute auf Schnee schlagen würde. Nun hat First Time sogar den Engadiner Grand Prix gewonnen und damit alle Erwartungen übertroffen. Der zweite Platz ging an Quiron aus dem Stall von Carmen Bocskai. Jockey Torsten Mundry: „Im Schlussbogen konnte ich kurz die Spitze übernehmen. Aber First Time war heute einfach besser, außerdem musste Quiron Siegaufgewicht schleppen.“ Eineinviertel Längen dahinter kreuzte der von Miroslav Weiss betreute Collow (Markus Kolb) als Dritter das Ziel. Der Renntag wurde mit dem Grand Prix Corporate Events / Newmarket Racecourses mit einem deutschen Treffer durch Rascacio eingeleitet. Eduardo Pedroza steuerte den fünfjährigen Hengst zu einem leichten mit einer halben Länge Vorteil errungenen Sieg. Trainer Christian von der Recke: „Er ist ja im vergangenen Jahr schon zwei Mal sehr gut gelaufen. Jetzt hat er diese Formen bestätigt.“ Zum großen Triumph für Trainer Miroslav Weiss geriet der Grand Prix Winterthur Versicherungen, denn seine Pferde landeten auf drei der ersten vier Plätze. Der von Markus Kolb gerittene Salermo gewann am Ende mit eineinhalb Längen gegen seinen Stallgefährten Puro (Robert Havlin). Al Martino (Steve Drowne) wurde Vierter. Vor ihm landete der aus Deutschland angereiste Aesop (Torsten Mundry) auf Rang drei. Erwartungsgemäß sicherte Jakob Broger zum achten Mal in seiner Skikjöring-Laufbahn den Titel als König des Engadins. Im Grand Prix Credit Suisse siegte er auch am dritten Rennsonntag mit dem von Miroslav Weiss betreuten King George in äußerst leichter Manier. Es war das erste Mal, dass Jakob Broger damit alle drei Skikjöring-Rennen während eines Meetings zu seinen Gunsten entschied. Sein Vorgänger Harald Kronseder überreichte ihm die Krone der Credit Suisse Skikjöring Trophy unter dem begeisterten Applaus der Zuschauer. Im sogenannten kleinen Trabrennen, dem Grand Prix Gaggenau Hausgeräte, erlebten die Zuschauer eine dominierende Vorstellung von Melvin. Mit einer Weile gewann der von Theo Fankhauser trainierte Wallach mit Martina Blöchiger im Sulky Start-Ziel. Beim abschließenden Grand Prix BMW reichte es für die Schöftländer Familie Schneider erneut nicht zu einem Erfolg, denn Fétiche du Bouquet belegte mit zehn Längen Rückstand Rang zwei. So ging der beeindruckende Sieg an das Team von Kiss de Sucé, den Caroline Britschnau trainiert und dessen Fahrer Martin Weber mit dem Wallach das zweite Rennen des Meetings auf Schnee gewann. Insgesamt wurden in den sechs Rennen 132.837 Franken gewettet, nach 113.745 Franken im Vorjahr. Nach 288.075 Franken in 2006 flossen diesmal an allen drei Renntagen 324.656 Franken über die Wetttheken. Zwei Prüfungen am Schlusstag standen im Programm des französischen Wettbetreibers PMU (Pari Mutuel Urbain), womit die Wetteinsätze noch erheblich stiegen. Im Grand Prix wurden 348.193 Euro gewettet, im Trabrennen waren es 445.187 Euro. In diesen Zahlen sind die Wetten auf der Bahn mit inbegriffen. Das Eisgeläuf von St. Moritz wurde an allen drei Tagen von 39.500 Menschen besucht, die damit für einen neuen Rekord sorgten.
Quelle: WOEHRLE PIROLA Marketing und Kommunikation AG
Foto: swiss-image.ch/ Photo by Remy Steinegger |