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White Turf St. Moritz – 2. Rennsonntag 11. Februar 2007
Ganz im Gegensatz zum traumhaft schönen ersten Sonntag des White Turf zeigte das Wetter zur Mitte des Meetings alle Facetten. Teileweise Sonne, oft Wolken und dazu ein eiskalter Malojawind forderten großes Stehvermögen von den 11.500 Zuschauern. Die Wetteinsätze konnten von 95.022 Franken auf 104.386 Franken gesteigert werden. Der BMW – Großer Traberpreis von Pontresina geriet zur leichten Beute von Jumbo de l’Iton. Mit vier Längen Vorteil war der von Theo Fankhauser gesteuerte Wallach nicht zu schlagen. Er steht im Besitz der Engadinerin Renata Fuchs. Ihr Ehemann Thomas Fuchs saß im Sulky. „Im Schlussbogen habe ich ihn ein wenig in Ruhe gelassen, aber in der Geraden wurde er immer stärker“, sagte der überglückliche Fahrer von Jumbo de l’Iton.
Damit vereitelte das Duo einen neuerlichen Erfolg von Fétiche du Bouquet und Erhard Schneider, die das Rennen 2003 bis 2005 in Folge gewonnen hatten, diesmal jedoch Zweite wurden. Rang drei ging an Gone Debérieux und Claudia Koller. Letztere konnte nach dem Grand Prix Diners Club jubilieren. Genau wie eine Woche zuvor war sie erneut mit Jullyannis erfolgreich. Im Schlussbogen setzte sich das Duo von weit hinten kommend resolut an die Spitze und baute die Führung bis ins Ziel in überlegener Manier aus. Einen deutschen Sieg gab es in der Grand Prix Christoffel Bau Trophy durch den von Trosten Mundry gerittenen Special Edition. „Der Zielpfosten stand genau richtig. Es hat alles gepasst“, sagte Trainer Christian von der Recke, denn in der Endphase kamen Vlavianus und dessen Reiter Markus Kolb noch sehr stark auf. Dritter wurde die am Toto stark beachtete Pine Cone (Steven Drowne). Im einleitenden Grand Prix Chervo musste der klare Favorit Fürstenberg (Torsten Mundry) als Zweiter einen Gegner vor sich dulden. Der von Miroslav Weiss betreute Salermo wusste mit einer stark aussehenden Schlussattacke zu überzeugen und siegte unter Markus Kolb mit eineinhalb Längen. Miroslav Weiss durfte auch nach dem Grand Prix Sport Mind / White Turf Diamond Club zur Siegerehrung schreiten und mit Al Martino und Puro (Markus Kolb) landete er sogar einen Doppelerfolg. Im Sattel von Al Martino saß Ersatzreiter Steven Drowne. Der ursprünglich vorgesehene Robert Havlin konnte wegen der Abendrennen am Samstag in Wolverhampton nicht mehr in die Schweiz kommen. Sehr turbulent verlief das Skikjöring. Gleich am Start brach Maknoon aus, im ersten Bogen stürzten Abu Ardash und Rubas. Adrian von Gunten musste die Klinik aufsuchen, doch blieb er von größeren Blessuren verschont. Durch ein reiterloses Pferd kam auch Silvio Staub im weiteren Verlauf zu Fall. Trotz aller Unbill machten die Favoriten den Credit Suisse – Großer Preis von Sils unter sich aus. Wieder gewann King George vor Answering (Leo Luminati), womit Jakob Broger die Gesamtwertung in der Credit Suisse Skikjöring Trophy fast nicht mehr zu nehmen ist. Answering muss am kommenden Sonntag schon gewinnen und King George schlechter als Dritter sein, damit sich das Blatt noch wendet. Im Rahmenprogramm wurde den Besuchern wieder einiges abseits des aktuellen Rennsportgeschehens geboten. Neben der Nostalgieparade und den Alphornbläsern zeigte BMW mit seinen Fahrzeugen Präsenz. Viel Beifall gab es bei einer Vorführung des Fesa-Tanzes, der auf Mauritius als Nationaltanz gilt.
Quelle: WOEHRLE PIROLA Marketing und Kommunikation AG
Foto: swiss-image.ch/ Photo by Remy Steinegger |