|
(c) cms-medien.de
Sport klasse – Stimmung super: So geht es jeden Tag in Donaueschingen (Donaueschingen) Das 51. Internationale S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier in Donaueschingen bietet vier Tage besten Reitsport in drei Disziplinen. Besonders am Samstag reihten sich Highlights dicht an dicht. Den ersten sportlichen Glanzpunkt setzte Mario Stevens im JP Morgan Asset Management Preis der Zukunft: Mit dem 13 Jahre alten Grandeur-Sohn Grammy blieb der 25-Jährige im Stechen der schweren Springprüfung in 35,07 Sekunden als einziger Teilnehmer ohne Fehler und verwies damit 13 Mitbewerber auf die Plätze. Insgesamt traten 31 Reiterinnen und Reiter aus ganz Deutschland im Alter bis 25 Jahre in der Qualifikation zum JPMorgan Asset Management Preis der Zukunft in Donaueschingen auf einem der besten deutschen Turnierplätze an – Mario Stevens hat mit seinem Sieg das Ticket für das Finale der Nachwuchs-Serie in Hannover gelöst.
Das internationale Gruppenspringen mit Siegerrunde, den Preis der Freunde und Förderer, dominierte eine sympathische Amazone aus Schleswig-Holstein: Janne-Friederike Meyer sprang sich mit ihrem neunjährigen Holsteiner Wallach Lambrasco nicht nur an die erste Position in ihrer Gruppe, sondern war auch in der Siegerrunde spitze. Mit null Fehlern in 38,04 Sekunden ließ sie ihre Konkurrenz weit hinter sich und wurde dafür mit einem Kleinwagen belohnt. Ludger Beerbaums Schüler Philipp Weishaupt brauchte mit seinem achtjährigen Westfalen Cockney 40,35 Sekunden und machte es sich so auf dem zweiten Platz bequem. An dritter Stelle folgte Julia Kayser aus Österreich mit H.B.C. Dancing Queen (41,04 Sekunden). Nicht nur am Parcours herrschte dichtes Zuschauergedrängel. Die wieder ins Leben gerufene Dressur zog die Gäste des Turniers magisch an. Die Mannschaftsdressur der Klasse A für die Vereine wurde ebenso begeistert aufgenommen, wie das Pendant im Stangenwald. Und wie auch beim Mannschaftsspringen war im Viereck ein Verein ganz vorne. Melanie Krumpl und Patriot, Friederike Büsing mit Woodstock, Anja Trapp mit Lettin Lover und Vanessa Stambach mit Waris vom Reit- und Fahrverein Donaueschingen e. V. bekamen von den Richtern Martin Richenhagen und Gustaf Svalling aus Schweden für Inhalt, Ausführung und den Gesamteindruck ihrer Freestyle-Vorstellung beste Noten. Mit insgesamt 24,60 Punkten setzte sich der Verein mit Heimvorteil an die Spitze des Rankings. Die Darbietung des RFV Rottweil e.V. wurde mit 24 Punkten bewertet, was Platz zwei bedeutete, 23,20 Punkte des RV Obere Mühle Allensbach e.V. sorgten für die dritte Stelle.
Einen großen Sprung in der Schwierigkeitsklasse machten die Jungen Reiter: Im Grand Prix Special des AlpenChampionats zeigten die Nachwuchsreiter in Frack und Zylinder schwerste Dressur-Lektionen. Ulla Salzgebers Schüler Frank Freund demonstrierte, dass der Unterricht bei der mit olympischen und weltmeisterlichen Medaillen dekorierten Sportlerin Früchte trägt: 68,80 Prozent erntete der 25-Jährige für seinen Ritt auf dem 14-jährigen Amoucheur v. Archipel und bekam dafür die Goldene Schleife angesteckt. „Amoucheur ist ein sehr erfahrenes Pferd und war schon bei den Weltreiterspielen für Australien im Einsatz. Eigentlich lerne ich mehr von ihm als er von mir“, lobte der Neffe von Fahrer-Legende Michael Freund seinen sportlichen Partner. Karina Zimmermann und ihre Trakehner Stute Olivia TSF belegten mit 67,04 Prozent Platz zwei – dahinter stellte sich Patricia Schärli aus der Schweiz mit Conterno an (64,56 Prozent).
Für einen außergewöhnlichen Glanz im Viereck von Donaueschingen sorgte Weltklasse-Reiterin Isabell Werth: Kurzfristig von Turnier-Chef Dr. Kaspar Funke eingeladen, zeigte die frisch gekürte Grand Prix Special-Europameisterin mit ihrem Oldenburger Apache OLD, was Dressur in Perfektion bedeutet. Um den ästhetischen Sport dem Publikum so verständlich wie möglich zu machen, hatte sich die Weltranglisten-Führende zudem ein Mikrophon angesteckt und kommentierte und erklärte ihre Vorstellung – die Besucher waren fasziniert. Und blieben es: Die außergewöhnliche Stimmung des Publikums, der Reiter und Funktionäre war den ganzen Tag über auf dem Turnierplatz zu spüren und hielt bis in den späten Abend an. Da stand der große Show-Abend, präsentiert von dem Gestüt Dobel, auf dem Programm. Junge Springtalente vom Gestüt Dobel sausten über die Hindernisse, Baden-Württemberger Stuten stellten ihre hoch veranlagten Fohlen vor und das Gestüt Birkhof, das in diesem Jahr seinen 45. Geburtstag feiert, hatte u. a. Denario, Bundeschampion der vierjährigen Hengste, mitgebracht.
Zum Abschluss des Abends wurde es noch einmal sportlich. Erst verzückte Isabell Werth mit Apache OLD das Publikum mit ihrer Kür – dann setzten die Mutigsten zum Mächtigkeitsspringen an. Philipp Weishaupt und Marc Bauhofer sprangen mit ihren Vierbeinern am höchsten: Zwei Meter überwanden sie angefeuert von dem Publikum ohne Probleme.
Quelle: escon-marketing.com Fotos: www.reitsportfotos.eu |