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Mit Holsteiner Gelassenheit zum Sieg im Championat von Wiesbaden
(Wiesbaden) – Der Ritt von Thomas Voss und Leonardo B sah gar nicht so schnell aus. Zügig, flüssig und ruhig galoppierte das Holsteiner Pärchen im Championat von Hessen, dem Lotto-Hessen-Preis, durch den Parcours beim 71. Internationalen Pfingstturnier in Wiesbaden. Doch die 67,06 Sekunden konnte kein anderer Teilnehmer unterbieten. „Das Championat von Wiesbaden ist schon etwas Besonderes und so war der Plan, möglichst schnell zu sein. Hätte wir einen Fehler gehabt, hätte ich umgeschaltet und ihn ruhig nach Hause gebracht“, analysierte der 48-Jährige aus Schülp. Der zwölfjährige Leonardo B v. Loran ist im Umgang speziell und dreht schnell auf. „Man muss sich immer etwas einfallen lassen, um Leonardo wieder runter zu holen.
Aber hier auf dem Platz hat er sich sehr wohl gefühlt“, erzählte Thomas Voss. Für die Siegerehrung sattelte er dann aber lieber sein siebenjähriges Nachwuchspferd Looping. Hinter dem Sieger, der sich über 5.000 Euro freute, platzierte sich Doppel-Europameister 2003 Christian Ahlmann mit dem achtjährigen Sebastian v. Lux. Ihm folgte Gregory Wathelet mit Lantinus. Für den Wahl-Ukrainer ist der Schlosspark ein gutes Pflaster. Er gewann mit dem zwölfjährigen Hengst Caesar v. Contender das Eröffnungsspringen, dem Preis der Preis der Dyckerhoff AG. „Ist das hier schön!“ Diesen Ausspruch hörte man oft rund um das Wiesbadener Viereck von den Besuchern, die zum ersten Mal das Internationale Pfingstturnier besuchten. Elitärer Dressursport vor der rot-weißen Silhouette des barocken Schlosses und das Ganze bei strahlendem Sonnenschein – da geht jedem Pferdebegeistertem das Herz auf. Im Grand Prix, dem Henkell-Trocken-Preis, setzte Ellen Schulten-Baumer ihren Siegeslauf fort. Erst vor einer Woche gewann das jüngste Mitglied des deutschen Championatkaders das Hamburger Dressur-Derby mit Gina Royal OLD. In der hessischen Landeshauptstadt startete sie nun mit Paradestute Donatha S in die grüne Saison – und das brillant. Die beiden Damen präsentierten sich in einer blitzsauberen Vorstellung und wurden dafür von den Richtern mit 72,042 Prozent und dem Sieg in der gut besetzten Prüfung belohnt. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen war die 13-jährige hannoversche Donnerhall-Tochter frisch und gutgelaunt bei der Sache. Nathalie Sayn-Wittgenstein und Rioletto folgten mit 70,250 Prozent auf dem zweiten Rang. Der Nürnberger Burgpokal, die prominente Nachwuchsserie für sieben bis neunjährige Dressurpferde, machte zum ersten Mal Halt beim Pfingstturnier in Wiesbaden. Die Einlaufprüfung gewann Matthias Alexander Rath mit Weltmeyer Junior mit 70,083 Prozent. Der Weltmeyer-Sohn zeigte sich entspannter und gelöster als noch vor wenigen Wochen und ist jetzt heißer Favorit für das Finale am Pfingstmontag.
Quelle: comtainment.de Fotos: www.reitsportfotos.eu |