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CCI*** Kreuth: Sieg für Olympiasieger Matt Ryan Kreuth (fn-press). Sieger der internationalen Drei-Sterne-Prüfung (CCI***) im ostbayerischen Kreuth ist der Australier Matt Ryan. Mit Bonza Puzzle blieb der Olympiasieger von 1992 als Einziger im abschließenden Springen fehlerfrei und bestätigte damit seine Führungsposition nach Dressur und Springen. Mehr als 20 Punkte trennten Ryan am Ende von Peter Laidlaw (Großbritannien) mit River Rose und seinem Landsmann Bill Levett mit Hippolyte. Der dritte Australier im Teilnehmerfeld, Bettina Hoys Ehemann Andrew Hoy, einer der "Stammgäste" in Kreuth, konnte dagegen mit Classy Touch seinen zweiten Platz nach Dressur und Geländeritt nicht behaupten. Mit drei Abwürfen im Springen landete er auf Platz fünf. Das CCI*** war zusammen mit den Europameisterschaften der Jungen Reiter und einer Zwei-Sterne-Kurzprüfung Bestandteil der Kreuther Cross-Country-Tage.
Auf der mit insgesamt nur 21 Reitern knapp bemessenen Starterliste waren auch drei deutsche Teilnehmer aufgeführt. Bodo Battenberg, Martin Drescher sowie Wayne Garrick, hinter dessen Namen ebenfalls das Länderkürzel "GER" stand: Ein Schreibfehler? Engländer oder Deutscher? „Ich bin Europäer“, sagte der 28-jährige Sohn einer deutschen Mutter und eines britisch-italienischen Vaters schmunzelnd. In Rheda-Wiedenbrück geboren, zog er als Neunjähriger mit seinen Eltern nach England um, behielt aber seinen deutschen Pass. Kurz darauf begann er mit dem Reiten, kaufte mit 14 Jahren sein erstes Pony Queenie und begann 16-jährig mit dem Turniersport. Seit sieben Jahren ist er in Großbritannien im Dressur- und Vielseitigkeitssport unterwegs. Zweimal im Monat fährt Wayne Garrick zu der in seiner Nähe beheimateten, ehemaligen britischen Topreiterin Ginny Elliot zum Training. Beim CCI*** Blenheim traf er erstmals auf den in England beheimateten Bundestrainer Chris Bartle, der sich freute, den bislang „unbekannten Deutschen“ hier auch persönlich kennen zu lernen. Nachdem dort die Geländeprüfung allerdings abgesagt worden, wählte Garrick Kreuth wie verschiedene andere Reiter als Alternative. Nach 26 Stunden Fahrzeit – über einen versehentlichen Umweg über Wildbad-Kreuth an der österreichischen Grenze – kam er so zu seinem ersten Start in der deutschen Heimat. Als bester Deutscher rangierte er mit Cornish Murphy nach dem Geländeritt zunächst vor dem Zollinger Bodo Battenberg mit Dame Edna, fiel jedoch mit fünf Abwürfen und Zeitfehlern im Springen auf Rang 14 zurück. Battenberg wurde 13ter. Martin Drescher aus Gauting war mit Sunrise nach einem Sturz kurz vor dem Ziel im Gelände ausgeschieden. Der Sieg im CIC** ging auf das Konto von Jean Luc Goerens mit Kador du Pelon. Der Franzose beendete die Prüfung mit seinem Dressurergebnis von 46,2 Minuspunkten und verwies damit Michael Jung (Horb) mit Weidezaunprofi’s River of Joy auf Platz zwei (47,1). Dritter wurde der Belgier Bart Hermanns mit Winnie H (50,30).
Quelle: fn-press/Hb Fotos von Matt Ryan und der anderen Vielseitigkeitsteilnehmer in Kreuth finden Sie unter: www.reitsport-journalist.de
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