|
Potenzial am besten paarweise Warendorf (fn-press). Die Ahnungen der Bundestrainerin Cornelia Endres (Dülmen-Buldern) haben sich bestätigt. Mit der Nominierung für das CDI-Turnier in Brüssel bereits in der Tasche sind Mali de Sainte Fare (Salzkotten) und ihr Falbschimmelhengst Doubtless jetzt auch Bundeschampions bei den sechsjährigen Dressurponys geworden. Mit der Gesamt-Wertnote 8,6 - darin eine 9,5 für Durchlässigkeit - gewann der von Heinrich Sondermann in Haltern gezogene Sohn von FS Don’t Worry aus einer Mutter v. Niklas I die Prüfung, bei der die FEI-Final-Aufgabe zu reiten war. „Unser positiver Eindruck hat sich bestätigt“, freute sich die als „Pony Connie“ bekannte Trainerin über die „Talentfundgrube“ Bundeschampionat. „Es ist für mich immer ergiebiger, wenn ich die möglichen Kombinationen für künftige Championate bereits paarweise vor mir habe“ Alle drei Medaillengewinner sind demnach Kandidaten für künftige Meisterschaftsauftritte: Platz zwei ging an Der schlaue Fuchs mit Reiterin und Besitzer-Tochter Michele Schulmerig aus Neunkirchen im Saarland vor Donnertraum mit Florine Kienbaum (Gummersbach), ebenfalls auch Besitzerin des im Gestüt Erlenbruch in Lüdinghausen gezogenen isabellfarbenen Hengstes von Donnerwetter – Nurejew.
Alle drei Medaillenpferde sind keine Neulinge auf dem Warendorfer Viereck. Doubtless ist als drei- und vierjähriges Reitpony bereits erfolgreich angetreten, bevor die jetzt 14 Jahre alte Mali de Sainte Fare mit ihm zusammenkam. Seit einem Jahr trainieren die beiden zu Hause bei Petra Hellmich und werden auch im Stützpunkt betreut. Der schlaue Fuchs und Michele Schulmerig waren bereits im Vorjahr Vizemeister und Donnertraum hat das Finale erreicht. Dass bei allem leistungsbetonten Reiten die Phantasie und die gerade unter den reitenden Mädchen verbreitete Hingabe an Putzen und Pflegen nicht zu kurz kommt, zeigte sich auf Platz zwei. Die Saarländerin und ihr von Heinrich Sondermann in Haltern gezogener Fuchs hätten einen Sonderpreis für schmückendes Beiwerk verdient gehabt: Reiterin und Pony trugen die passenden Perlen, die eine im Ohr, das andere in der Mähne. Wertnote 8,2 gab es für den Sport allein. Sportlich positiv aufgefallen sind außerdem der hessische Wallach Schapur (v. Dornik B – Domingo), gezogen im Kastanienhof Eifa der Familie Marx mit Vivian Scheve (Dortmund), die über das Kleine Finale nachgerückt sind und noch Erfahrung sammeln und der große Rappschimmel Online Ixes (v. Okay Big Bambou x – Folklore), gezogen von Joachim Heinrich (Wennigsen), der im Besitz der Reiterin Henrike Habermann (Hänigsen) steht. Den Begriff Talent-Fundgrube hat Cornelia Endres nicht zufällig gewählt, denn sie schaut sich alle Championats-Ritte gleichermaßen sorgfältig an. Dabei muss sie dann auch schon mal etwas weiter in die Zukunft vorausdenken. Aber da könnte sie sich dann auch Cyriac WE und Janet Egbers (Haftenkamp) auf einem vorderen Platz denken. „Talentiertes Pony und talentierte Reiterin, die aber jetzt einfach noch zu klein ist, um ihren großen Hengst zusammen zu halten. Das kann im kommenden Jahr dann schon ganz anders aussehen.“ Der Bundeschampion Doubtless ist der erfolgreichste von sechs Nachkommen von FS Don’t Worry, die im Klassement der sechsjährigen Ponys insgesamt am Start waren. Alle anderen stammen von 16 verschiedenen Hengsten – ein Beweis für die Breite, die die Basis der Ponyzucht in Deutschland inzwischen erreicht hat. „Insgesamt war das Feld der Sechsjährigen qualitätsvoller besetzt als bei den Fünfjährigen“, bewertete Endres die Situation im Ponylager.
Quelle: fn-press/ P. Schlemm Reitsportfotos: www.reitsportfotos.eu |