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Schulpferde besser als ihr Ruf
Warendorf (fn-press). Schätzungsweise 60.000 Schulpferde gibt es in Deutschland. Zu diesem Schluss kam die bisher größte Bestands-erhebung von Schulpferden auf Initiative der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und der Landespferdesportverbände. Insgesamt 10.700 Vereine und Pferdebetriebe gibt es in Deutschland, von denen sich 3.840, also mehr als 35 Prozent, an der Bestandserhebung beteiligten. 2.341 (knapp 61 Prozent) von ihnen gaben an, über Schulpferde zu verfügen. Insgesamt wurden mehr als 20.000 Schulpferde erfasst. Allerdings war die Rücklaufquote aus den einzelnen Landesverbänden sehr unterschiedlich. So beteiligten sich beispielsweise in Hessen und Bremen knapp 90 Prozent der Vereine und Betriebe an der Bestandserhebung, aus Sachsen-Anhalt und Thüringen kamen überhaupt keine Antworten.
In Sachsen waren es immerhin 64 Prozent der Vereine und Betriebe, die an der Umfrage teilnahmen (Berlin-Brandenburg 51 Prozent, Hannover-Bremen 48 Prozent und Westfalen 43 Prozent). Rechnet man die Ergebnisse aus diesen Landesverbänden hoch, ergibt sich ein geschätzter Schulpferdebestand von etwa 60.000 Pferden in Deutschland. Demnach hat fast jeder zweite Verein oder Betrieb Schulpferde in seinem Bestand, im Durchschnitt verfügt jeder Schulbetrieb über sieben bis zehn Schulpferde. Gefragt wurde aber nicht nur nach der Zahl der Schulpferde, sondern auch nach der Art ihres Einsatzes. So werden laut Bestandserhebung 83 Prozent der Schulpferde bei Abzeichenlehrgängen eingesetzt, 66 Prozent auf Turnieren. „Schulpferde sind also besser als ihr Ruf“, sagte dazu Thomas Ungruhe, Leiter der FN-Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe. Besonders überraschte ihn, dass mehr als 47 Prozent der Schulpferde für den Erwachsenenunterricht genutzt werden. „Mehr als 21 Prozent der Vereine und Betriebe halten ein Schulpferde-Angebot für Wiedereinsteiger bereit. Das ist ausgesprochen erfreulich“, so Ungruhe.
Quelle: fn-press/ T.H./Hb |