|
Riesenbagger in Riem am Werk |
|
|
Dach des Olympia-Reitstadions bereits abgetragen
Wie ein urzeitlicher Dinosaurier wirkt der Riesenbagger, der sich derzeit durch die Überreste des Olympia-Reitstadions in München-Riem frisst. Gestern wurde das letzte Stück Dach des einstigen Prunkbaus abgetragen, das bereits im Januar gesprengt worden war. Jetzt macht sich die Maschine daran, mit ihrer gewaltigen Zange Stück für Stück der Betontribüne abzureißen. Auch die darunter liegenden Kellerräume werden abgebaut, so Herbert Heitzer (46), der zuständige Polier, der noch bis Ende März täglich bis zu zehn Stunden auf der Großbaustelle schuftet. Mit nur einem Kollegen ist er dafür verantwortlich, dass bis dahin eine Ebene entsteht, wo jetzt noch eine riesige Trümmerlandschaft das Bild bestimmt. Ein großer Schredder wird dann anrücken, um die Betonmassen in Kies zu verwandeln, der den Untergrund der neuen Stadionfreifläche bildet. Darüber kommt ein spezieller Rollrasen, der sich als besonders strapazierfähig erweisen soll.
Schließlich steht die jährliche Großveranstaltung Pferd International vor der Tür, die heuer ihr 25-jähriges Jubiläum feiert. Vom 1. bis Mai geht Süddeutschlands größte Freiluftveranstaltung rund ums Pferd in diesem Jahr über die Bühne und pünktlich zum Jubiläum haben sich die Veranstalter wieder einiges einfallen lassen. So steht für 2008 ein Jubiläumsprogramm an mit einer tollen Feier am Donnerstag Abend, die neben einem großen Feuerwerk auch einige Überraschungen bietet.Mit dem Abriss der Haupttribüne ging ein Stück Olympische Geschichte zu Ende. Doch für Pferd International eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. So wird das Stadion geradezu riesige Platzverhältnisse bieten, die die veranstaltende Hippo GmbH mit ihrem Geschäftsführer Erich Herrgen für ein tolles neues Konzept nutzt. „Eine Ära ging zu Ende, eine neue beginnt“, so Herrgen, der sicher ist, dass Pferd International damit einen Sprung nach vorne in Sachen Qualität und Attraktivität machen wird. „Die neue, durchgängige und transparente Aufbauweise mit der Ausstellung im Mittelpunkt des Ganzen wird beim Publikum sicher gut ankommen.“
Quelle: Martina Scheibenpflug |