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Positive Medikationskontrolle |
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Positive Medikationskontrolle des Pferdes Carriere Zwei Warendorf (fn-press). Im Rahmen des Internationalen Springturniers (CSI***) in Affalterbach (19. bis 22. Oktober 2006) wurde von dem Pferd Carriere Zwei (Reiterin: Pia-Luise Aufrecht/Affalterbach) eine Medikationskontrolle genommen. Das Ergebnis der A-Probe ergab eine Überscheitung des erlaubten Grenzwertes für das körpereigene Hormon Testosteron. Die von der Reiterin daraufhin veranlasste B-Probe bestätigte jetzt das Ergebnis.
Hierzu gibt die Reiterin folgende Erklärung ab: *Zunächst war ich vom Ergebnis der Medikationskontrolle total erschüttert. Ich konnte mir das Ergebnis auch deshalb nicht erklären, da ich ein gewissenhaftes Stallmanagement betreibe und für alle meine Pferde ein Stallbuch führe, in das jede Behandlung exakt eingetragen wird. Nachdem mich die Internationale Reiterliche Vereinigung über das positive Ergebnis der Medikationskontrolle informiert hat, habe ich umfangreiche Recherchen vorgenommen. Diese Recherchen lassen die Vermutung aufkommen, dass die einzige Ursache für die positive Probe ein Zusatzfuttermittel sein könnte, das meiner Stute in dem fraglichen Zeitraum verabreicht wurde. Mein Stalltierarzt hat mir dieses Zusatzfuttermittel, das unter dem Namen Equine Anabolic im Handel ist, verkauft. Der Name des amerikanischen Produktes machte mich natürlich stutzig. Meine Nachfrage, ob dieses Produkt im Wettkampf verbotene Substanzen enthalte, wurde von meinem Stalltierarzt nachhaltig verneint. Auch die dem Produkt beigefügte Verbraucherinformation bestätigte, dass das Zusatzfuttermittel keine verbotenen Substanzen enthalte. Die von mir im Nachhinein angestellten Recherchen ergaben, dass die in diesem Zusatzfuttermittel enthaltene Substanz Gamma-Oryzanol möglicherweise die Testosteronproduktion von Carriere Zwei soweit erhöht hat, dass sie über dem erlaubten Grenzwert lag. Bei der Substanz Gamma-Oryzanol handelt es sich nach dem Regelwerk der FEI um einen Medikationsverstoß der Klasse B, also um einen minder schweren Fall. Eine andere Möglichkeit, der wir zur Zeit nachgehen, könnte ein gynäkologisches Problem der Stute sein. Die Veterinärmedizin kennt gynäkologische Krankheitsbilder, die zu einer erhöhten Testosteronproduktion führen können. Eine abschließende Erklärung für die Überschreitung des Testosteronwertes liegt zur Zeit jedoch noch nicht vor. Außerdem haben die Analysen der A- und der B-Probe unterschiedlich hohe Überschreitungen des Grenzwertes ergeben.“ Quelle: fn-press/T.H. |