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Gewöhnungsprüfung: Pilotprojekt erfolgreich gestartet Warendorf (fn-press). Ihre Deutschlandpremiere feierte in Warendorf die Gewöhnungsprüfung für drei- und vierjährige Pferde. Beim Turnier des Reit- und Fahrvereins Warendorf wurde die neue Prüfung, Bestandteil der ab 2008 geltenden Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO), im Rahmen einer Pilotveranstaltung erstmals ausgeschrieben. Die Gewöhnungsprüfung ist eine Vorstufe zur Reitpferdeprüfung. Ihr Ziel ist die altersgerechte Ausbildung und schonende Heranführung der jungen Turnierpferde an den Turniersport. Beurteilt werden die Kriterien der Ausbildungsskala in der Gewöhnungsphase, Takt, innere und äußere Losgelassenheit, leichte Anlehnung in den drei Grundgangarten sowie der Gesamteindruck als Reitpferd oder Pony inklusive Charakter und Temperament. Das Bewegungspotenzial des Pferdes/Ponys fließt bei der Gewöhnungsprüfung in die Beurteilung nicht ein. Damit bietet die Gewöhnungsprüfung auch den Pferden eine Chance, die nicht mit einem überragenden Gangwerk ausgestattet, dafür aber solide ausgebildet und geritten sind. Mit der „Zertifizierung“ der Erfolge in Gewöhnungsprüfungen soll dem Besitzer eines jungen Pferdes, ähnlich wie bei der bereits seit einigen Jahren im Breitensport erfolgreich eingeführten Gelassenheitsprüfung, ein zusätzliches Vermarktungsinstrument geboten werden.
21 Teilnehmer gingen beim RuFV Warendorf, der sich in der Vergangenheit durch die Ausrichtung verschiedener Pilotprojekte bereits mehrfach als innovativer Veranstalter erwiesen hat, in der neuen Prüfung an den Start. Vorgestellt wurden die Pferde dabei zunächst in den drei Grundgangarten, danach ging es im Schritt über einige am Boden liegende Hindernisstangen. Zum Abschluss wurden die Pferde noch einmal an der Hand des Reiters vorgestellt und dabei Gelassenheit und Gehorsam abgefragt. Siegerin der ersten Gewöhnungsprüfung wurde mit der Wertnote 8,5 die vierjährige Stute Klein Cavy, vorgestellt von Tatjana Dziuballe (Bad Iburg). Im Anschluss äußerten sich die Teilnehmer durchweg zufrieden mit dem neuen Angebot und ihren Anforderungen. Hier einige Aussagen: Sophia Hüchtker-Knemeyer (Füchtorf): „Eine gute Ergänzung im Prüfungsangebot für junge Pferde, da es hier ja nicht allzu viele Alternativen gibt.“ Anna Beckheinrich (Oelde): „Eine schöne Prüfung, in der man auch junge Springpferde an die Turnieratmosphäre gewöhnen kann, ohne das man sie gleich über einen Parcours reiten muss. Da es hier auch nicht auf das Bewegungspotenzial der Pferde ankommt, kann man hier auch gut mit Springpferden starten.“ Nina Wibbels (Ostbevern): „Besonders gut hat mir die Ruhe und die Stressfreiheit auf dem Abreite- wie dem Prüfungsplatz gefallen.“ Michael Jeising (Milte): „Sehr gut hat mir der Prüfungsablauf gefallen. Pferde und Reiter waren deutlich gelassener als man es sonst oft in Reitpferdeprüfungen sieht. Ergänzen könnte man noch eine kurze mündliche Kommentierung durch die Richter, damit Reiter und Zuschauer die Noten sofort nachvollziehen können. Eva Wunderlich (Warendorf): „Für mein Pferd war es der erste Turnierstart überhaupt. Da es hier ziemlich ruhig und gelassen zuging, wird es sicherlich eine gute Erinnerung an die Turnieratmosphäre mitnehmen. Besonders gut haben mir die altersgerechten Anforderungen an die Pferde gefallen.“ Carolin Spickhoff (Warendorf): „Auch für mein Pferd war es der erste Start auf einem Turnier. Der Prüfungsablauf zeigt viel Verständnis für junge Pferde und ihre richtige Ausbildung.“
Quelle: fn-press/ T.H. |