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Oympia - Vielseitigkeitsreiter auf Goldkurs | Oympia - Vielseitigkeitsreiter auf Goldkurs |
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Olympische Vielseitigkeit: Deutschland geht auf Goldkurs Hongkong/HKG (fn-press). In der olympischen Vielseitigkeit sind die deutschen Reiter auf Goldkurs gegangen. Nach dem Geländeritt, der zweiten von insgesamt drei Teilprüfungen, hat die deutsche Mannschaft mit 158,1 Minuspunkten nicht nur die Führung vor Australien (162,0) und Großbritannien (173,3) übernommen, auch in der Einzelwertung liegen mit Hinrich Romeike (Nübbel) und Marius sowie Ingrid Klimke (Münster) mit Abraxxas zwei deutsche Paare an der Spitze. "Marius war mir immer voraus. Ich hatte nie das Gefühl, ihm helfen zu müssen. Ob er mit helfen musste, müssen die Kommentatoren entscheiden", zeigte Hinrich Romeike im Ziel den für ihn bekannten Humor. Er war als dritter Reiter der fünfköpfigen deutschen Equipe auf den Geländekurs auf dem Golfplatz in Beas River gestartet und brillierte mit einer souveränen Nullrunde in einer herausragenden Zeit. Schneller als das Holsteiner Paar waren nur der Australier Shane Rose mit All Luck und der Brite William Fox-Pitt mit Edmore Park. Innerhalb der erlaubten Zeit, die im Vorfeld auf acht Minuten verkürzt worden war, blieb auf der Strecke aber keiner. "Das war unser bisher schwerster Kurs", sagte Romeike. "Es wurde ja im Vorfeld kritisiert, der Kurs sei zu leicht. Meines Erachtens hat der Kursdesigner (Michael Etherington-Smith) hier einen tollen Job gemacht, alles super berechnet." 12,8 Minuspunkte für Zeitüberschreitung musste sich "Hinni" zu seinem Dressurergebnis addieren lassen und liegt so mit nur 50,2 Minuspunkten in Führung. "Als Belohnung erwarten den Schimmel Wurzeln, Rübenschnitzel und Hafer. Zucker gibt's nur zwei Mal im Jahr, der ist schlecht für die Zähne", verriet der Zahnarzt augenzwinkernd. Denkbar knappe 0,5 Minuspunkte trennen Hinrich Romeike nach dem Geländeritt von seiner Teamkollegin Ingrid Klimke, die nach der Dressur mit 33,5 Minuspunkten noch auf Platz drei gelegen hatte. Auch sie kam fehlerfrei ins Ziel, wählte allerdings auf Teamorder an der vorletzten Hinderniskombination, den Pagoden, die längere Alternative. "Die Pferde wurden zum Ende hin ziemlich 'lang'", erklärte Klimke, daher wurde die Heckenkombination, die noch einmal alle Konzentration von Pferd und Reiter forderte, "zu einem Risiko". Das hatte bereits der erste deutsche Starter, Peter Thomsen (Lindewitt) mit The Ghost of Hamish zu spüren bekommen, der nach einer bis dahin einwandfreien Runde 20 Strafpunkte für einen Vorbeiläufer am Aussprung kassierte und mit insgesamt 98,9 Minuspunkten auf Platz 44 in der vorläufigen Einzelwertung rangiert. "Das ist zwar ärgerlich für mich, aber ich glaube, dass meine Teamkollegen aus meinen Erfahrungen lernen konnten", so Thomsen. Generell seien nicht die Hindernisse, sondern vielmehr deren Konzentration auf der verkürzten Geländestrecke - 39 Sprünge auf knapp 4.600 Metern - die Schwierigkeit bei dieser Geländeprüfung gewesen, sagte Klimke und begründete ihre gute Leistung damit, dass "mein Pferd sehr gut im Gleichgewicht und schnell in den Wendungen ist." Ihr Dank galt auch Bundestrainer Chris Bartle, der - trotz 30 Grad im Schatten - mit jedem einzelnen Reiter die Geländestrecke abgegangen war, zuletzt mit der gesamten Equipe um 5.15 Uhr Ortszeit, kurz vor Prüfungsbeginn. Dank der Glanzleistungen von Hinrich Romeike und Ingrid Klimke gelang es auch dem deutschen Team, sich an den bis führenden Australiern vorbei an die Spitze zu setzen. Die Vorarbeit dazu hatte bereits der zweite deutsche Starter, Frank Ostholt (Warendorf) mit seinem Iren Mr. Medicott geleistet, der ebenfalls fehlerfrei ins Ziel kam (57,8/Platz zwölf). Zuletzt konnte der deutsche Schlussreiter Andreas Dibowski (Egestorf) mit Butts Leon den deutschen Vorsprung sogar noch ein klein wenig vergrößern. Mit einem Zwischenergebnis von 57,2 Minuspunkten punktete er fürs deutsche Team und belegt selbst in er Einzelwertung Platz acht. Noch allerdings ist die Vielseitigkeit nicht zu Ende. Vor dem abschließenden Springen trennen Deutschland und Australien keine vier Strafpunkte, also kein einziger Abwurf. Und auch in der Einzelwertung könnten die australischen Reiter ihren deutschen Kollegen die Einzelmedaillen wieder streitig machen. So belegen Megan Jones mit Courageous George (51,0) und Vize-Weltmeister Clayton Fredericks mit Ben Along Time (53,4) die Plätze drei und vier der Zwischenwertung. Claytons Ehefrau Lucinda Fredericks, mit Headley Britannia noch die Nummer ein in der Dressur, fiel dagegen mit reichlich Zeitfehlern auf Platz elf im Klassement zurück (57,6). Vom Pech verfolgt blieben auch am dritten Wettkampftag die Franzosen. Schon vor der ersten Verfassungsprüfung mussten die Titelverteidiger auf Jean Teulere und vor der Dressur auf Europameister Nicolas Touzaint verzichten. Im Gelände stürzte nun auch noch Schlussreiter Jean Renaud Adde und schied damit aus. Er gehörte damit zu den insgesamt acht von 68 Startern, die nicht ins Ziel kamen. Unter ihnen auch die US-Amerikanerin Amy Tryon, die nach dem "Vogelkäfig", Hindernis sechs, vom Pferd fiel und damit nach dem jüngsten Reglement disqualifiziert wurde, Danach führt nicht nur der Sturz des Pferdes, sondern auch der des Reiters zum sofortigen Ausschluss. Insgesamt waren nur drei Stürze zu verzeichnen. "Die gesamte Prüfung war eine Werbung für unseren Sport", so die einhellige Meinung der Beteiligten. |
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