Turnier-Infos
Ludger Beerbaum gewinnt den Grossen Preis | Ludger Beerbaum gewinnt den Grossen Preis |
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„Ich hatte die ersten zwei Ritte im Stechen gesehen und wusste, dass ich nicht groß taktieren, sondern unbedingt Gas geben muss“, erklärte der Erstplatzierte zufrieden, der nun schon zum dritten Mal die Hauptprüfung in dem baden-württembergischen Städtchen gewonnen hat. Der 44-jährige Weltklasse-Reiter schwärmte von der Traditionsveranstaltung: „Ich komme schon so viele Jahre nach Donaueschingen, aber was dieses Jahr hier los war, war enorm. Ich habe selten so viele Autogramme wie hier geschrieben. Das war wirklich eine klasse Veranstaltung.“ Paradepferd Goldfever bekommt nun erstmal eine Verschnaufspause vom Turniergeschehen und sein Reiter analysiert: „Wenn er sich zum Beginn der grünen Saison im nächsten Jahr noch so gut anfühlt wie jetzt, ist alles möglich.“ Die zweitplatzierte Meredith Michaels-Beerbaum freute sich über ihren Erfolg: „Le Mans hat sich im Stechen so gut wie noch nie angefühlt und von Ludger geschlagen zu werden, ist keine große Sache.“ Die Weltranglisten-Erste war zum 15ten Mal in Donaueschingen und lachte: „Ich war bis jetzt drei Mal Zweite. Ich hoffe, das ändert sich im nächsten Jahr.“ Hinter den beiden Beerbaums folgte Carsten-Otto Nagel mit seiner erst neunjährigen Holsteiner Stute Corradina in fehlerlosen 45,17 Sekunden und Alois Pollmann-Schweckhorst mit Lord Luis (0/45,95 Sekunden). Auch auf dem Viereck in Donaueschingen stand am Finaltag die Hauptprüfung an: die Wertungsprüfung des Nürnberger Burgpokals. Und da lieferten sich zwei Dressur-Spezialisten einen Zweikampf, die auf einen Start in der Einlaufprüfung verzichtet hatten: der 23-jährige Benjamin Werndl und Dressur-Queen Isabell Werth. Mit einem knappen Prozent Vorsprung tanzte sich Benjamin Werndl mit seinem achtjährigen Hannoveraner Wallach Walid von Warkant mit 69,25 Prozent auf den ersten Platz und sicherte sich so beim letzten Qualifikationstermin einen Startplatz für das Finale der Nachwuchsserie beim Frankfurter Festhallen Reitturnier im Dezember. Ihm folgte die Europameisterin im Grand Prix Special Isabell Werth mit ihrem achtjährigen Whisper. 68,60 Prozent standen auf der Anzeigentafel für die Präsentation des kapitalen Hannoveraners von Wolkentanz. Die Vierspänner-Fahrer beim CHI verliehen dem Traditionsturnier ein besonderes Flair – Rasanz, Action und die vier PS vor der Kutsche zogen die Zuschauer in Heerscharen an. Dass Boyd Exell zu den besten Gespann-Fahrern der Welt gehört, bewies der Australier in Donaueschingen eindrucksvoll. Bereits nach Dressur und Marathon lag der 35-Jährige mit seinen vier Partnern vorne und gab diese Position auch nach dem Hindernisfahren nicht mehr ab. Mit 130,71 Punkten fuhr Boyd Exell zum Sieg. Der Sechste der Weltreiterspiele in Aachen, Daniel Würgler aus der Schweiz, platzierte sich mit seinem Gespann mit 133,71 Punkten auf Rang zwei gefolgt von Tomas Eriksson aus Schweden (138,65 Punkte). Für Turnier-Chef Dr. Kaspar Funke war das 51. Internationale S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier ein Erfolg: „Wir hatten an allen Tagen circa 34.000 Zuschauer hier und haben uns gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Man kann einfach nur von einem traumhaften Verlauf sprechen und ich bin sehr zuversichtlich, dass es noch weitere Chancen des Wachstums für die nächsten Jahre gibt.“ Und auch S.D. Christian Erbprinz zu Fürstenberg hatte ein Lächeln im Gesicht: „Das hätte hier einfach kein besseres Wochenende sein können.“ |
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