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Jessica Kuerten wehrt sich |
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Wende im "Dopingfall" Jessica Kürten
Hünxe/ Basel, 25. Februar 2008 - Am 28. Juni 2007 meldete die FEI (Weltpferdesportverband), dass man im Urin von Jessica Kürtens Stute Castle Forbes Maike Rückstände des Medikaments Etoricoxib festgestellt habe. Da es sich um ein Medikament der Klasse A handelte (harmloseste Stufe), offerierte die FEI der Top Ten Reiterin, das Verfahren gegen Zahlung einer Busse von 750 Schweizer Franken einzustellen. Doch Jessica Kürten lehnte ab. Sie machte geltend, dass ihr Pferd nie mit diesem Medikament behandelt worden sei und es sich um eine Fehlanalyse handeln müsse. Sie verlangte über ihren Schweizer Anwalt Dr. Ulf Walz die Analyse der B-Probe und schickte den erfahrenen Dr. Laurent Bigler von der Universität Zürich als Witnessing Analyst (fachkundige Vertrauensperson) zur Überwachung der Analyse ins Doping-Labor LCH nach Frankreich. Dort kam es zum ersten Skandal: Man zeigte Bigler zwar die B-Probe und öffnete sie in seiner Anwesenheit, doch ließ man ihn das Analyseverfahren nicht überwachen. Zur Begründung wurde gesagt, dies sei weder erwünscht noch zulässig.
In der Folge behauptete das Doping-Labor, es habe auch in der B-Probe Restspuren von Etoricoxib gefunden. Die Analyseunterlagen waren aber unvollständig und belegten diesen Befund nach Einschätzung von Kürtens Experten nicht. Anwalt Walz verlangte daraufhin die vollständige Offenlegung aller Analyse-Unterlagen, und da kam es zum nächsten Skandal: Das Doping-Labor machte die Herausgabe von ominösen „Geheimhaltungserklärungen" abhängig. Dies lehnte Anwalt Walz ab. Er verlangte die bedingungslose Offenlegung mit der Begründung, dass es in Dopingverfahren Geheimakten und Geheimhaltungsinteressen nicht gebe und nicht geben dürfe. In der Folge einigte sich die FEI mit Anwalt Walz darauf, das auf den 21. Februar 2008 angesetzte Hearing abzusagen. Kurz darauf kam der dritte Skandal ans Tageslicht: Es stellte sich heraus, dass das Doping-Labor ohne Wissen von Jessica Kürten und deren Anwalt auch die Blutprobe analysiert hat und dass diese Probe negativ war, was aber bis vor wenigen Tagen verheimlicht wurde. Anwalt Ulf Walz: „Die Funktionäre haben entlastendes Beweismaterial unterschlagen. Jetzt wundert mich auch nicht mehr, weshalb man unseren Witnessing Analyst bei der Analyse rausschickte und sich dann auch noch weigerte, alle Akten offen zu legen." Jessica Kürten und ihr Anwalt warten nun gespannt, wie das FEI Tribunal entscheiden wird. Das Datum steht noch nicht fest, doch eines weiß Jessica Kürten jetzt schon: „Eine Verurteilung werde ich nicht akzeptieren. Ich bin unschuldig und habe dies auch bewiesen. Was hier passiert ist, wünsche ich keinem Profisportler. Ich bin froh, dass mein Mann, mein Anwalt und meine Sponsoren stets an mich geglaubt haben. Ohne solche Hilfe ist man in einer solchen Situation verloren."
Quelle: comtainment Fotos: www.reitsportfotos.eu |