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Hiroshi Hoketsu – Japans bester Dressurreiter erobert den Elitepreis
(Affalterbach) – Aus dem Alter für Experimente im Sattel ist er längst raus, sportlichen Versuchungen ist der Japaner Hiroshi Hoketsu gleichwohl schon erlegen. Der 66 Jahre alte Dressurreiter startet vom 2. bis 4. November erstmals beim Elitepreis Baden-Württemberg und freut sich auf das kommende Wochenende. „Ich war im letzten Jahr als Zuschauer da und habe mir das Turnier angesehen,“ sagt der Dressurfan, der seit vier Jahren in Deutschland lebt, um sich noch mal ganz der Reiterei zu widmen. Hoketsu war bereits 1964 Mitglied der japanischen Springreiter-Equipe bei den Olympischen Spielen in Tokio. Lange her! Bereits im Alter von 12 Jahren entdeckte er seine Begeisterung für den Pferdesport und kam schnell auf die Springreiterei. Das es nun die Dressur ist, die ihn beschäftigt, hat einen schlichten Grund. „Als ich so etwa 42 war, habe ich bemerkt, dass meine Sehkraft sich verändert hat, ich bekam Schwierigkeiten, Distanzen genau zu erkennen,“ erinnert sich der Reiter. Da die Dressur für ihn eine genauso große Rolle spielte wie das Springen, fiel die Entscheidung vom Parcours in das Viereck zu wechseln nicht allzu schwer.
Bei den Olympischen Spielen in Seoul wurde er für die Dressur-Equipe Japans nominiert, scheiterte jedoch kurzfristig an den komplizierten Quarantänebestimmungen für die Pferde und konnte nicht rechtzeitig auf das Ersatzpferd der Equipe zurückgreifen. Jahrzehntelang musste Hiroshi Hoketsu seine Zeit sorgsam zwischen Beruf und Sport aufteilen. In aller Frühe wurden die Pferde im Training bewegt, danach fuhr der Reiter ins Büro. Er war im Management der Ortho Diagnostic, einer Tochter des Konzerns Johnson & Johnson, beschäftigt. „Ich habe mich vor wenigen Jahren gefragt, was ich noch will und dann entschieden, wenn ich weiter reite, dann richtig.“ Prompt folgte der Umzug nach Deutschland und dort fand Hiroshi Hoketsu in Dressur-Ausbilder Toin de Ridder, Ehemann von Mannschafts-Olympiasiegerin Alexandra Simons-der Ridder (Aachen), einen versierten Trainer. Mit dem Wallach Colombo qualifizierte sich Hoketsu für die Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr, musste wegen einer Lahmheit des Wallachs jedoch verzichten. Um den vierbeinigen Routinier zu entlasten, erwarb Hoketsu im Dezember 2006 den jetzt zehn Jahre alten Whisper. Und da schließt sich der Kreis, denn der Wallach ist ein Pferd aus baden-württembergischer Zucht und wurde früher von Landesmeisterin Andrea Schöler geritten. Zu den Erfolgen des Dressurfans Hoketsu zählen aktuell Rang drei in der Weltcup-Qualifikation im ungarischen Kaposvar und – darauf ist das Trainer-Ehepaar Simons- de Ridder besonders stolz – der Sieg in einem Drei-Sterne-CDI in Frankreich. Damit ist Hiroshi Hoketsu der beste japanische Dressurreiter schlechthin. Auch beim X. Elitepreis in der Halle im Rotland in Affalterbach wird der 66-jährige in der Grand Prix-Tour starten, frei nach dem Motto – wenn schon, denn schon…. Tickets für den Elitepreis Dressur pur mit den Top-Reiterinnen Isabell Werth (Rheinberg), Heike Kemmer (Winsen) und Anky van Grunsven (Niederlande) gibt es vom 2. bis 4. November 2007 in Affalterbach. Tickets kosten zwischen 10 und maximal 25 Euro. Alle Infos zum Dressur-Ereignis gibt es auch unter www.elitepreis.de
Quelle: comtainment.de
Fotos vom Elitepreis in Affalterbach
Fotos vom diesjährigen Elitepreis finden Sie unter: www.reitsportfotos.eu |