Turnier-Infos
Gut vorbereitet nach Hongkong | Gut vorbereitet nach Hongkong |
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Olympia-Testevent in Hongkong Hongkong/HKG (fn-press). Der Countdown für die Olympischen Spiele läuft. Ein Jahr vor den Olympischen Reiterspielen treffen sich Vertreter der großen Pferdesportnationen in Hongkong, um bei einem Test-Event die örtlichen Gegebenheiten kennen zu lernen und die im kommenden Jahr zu erwartenden Bedingungen zu testen. Für den im Reitsport noch recht unerfahrenen Veranstalter ist der Test zugleich die große Generalprobe für die Spiele im kommenden Jahr. Wie üblich wird das vorolympische Test-Event im Rahmen einer internationalen Zwei-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung (CCI**) ausgetragen, da diese als dreiteiliger Wettbewerb aus Dressur, Geländeritt und Springen eine Überprüfung aller organisatorischen Bereiche olympischer Reiterspiele ermöglicht. Mit in Hongkong dabei ist eine Delegation aus Deutschland, der neben vier Warendorfer Reitern – Frank und Andreas Ostholt mit After the Battle beziehungsweise Rainman, Dirk Schrade mit Grand Amour und Anna Junkmann mit Cancun – auch die Vielseitigkeits-Bundestrainer, ein Mannschaftsarzt und zwei Mannschaftstierärzte, eine Pferde-Physiotherapeutin, eine Sportpsychologin, zwei Pferdepfleger und mehrere Kaderreiter angehören. Die Mannschaftsführung obliegt wie im kommenden Jahr Reinhard Wendt, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) mit Unterstützung durch den Projektleiter „Olympische Spiele“, Andre Schoppmann. Rund 20 ausländische Pferde sollen im CCI** an den Start gehen, neben den vier deutschen Pferden, sind bisher auch drei aus Großbritannien, je zwei aus Australien, Frankreich, Schweden und den Niederlanden genannt, dazu kommen je ein irisches und ein jordanisches Pferd sowie voraussichtlich auch Pferde aus den USA. Weitere 20 einheimische Pferde werden zusätzlich in einer „Preliminary-Prüfung starten, mit deutlich verkürzter Geländestrecke und bis zu 90 Zentimeter hohen Hindernissen. „Es geht bei dem Test schließlich vor allem darum, die Infrastruktur und den sportlichen Ablauf zu testen, die Helfer vor Ort richtig einzuweisen und festzustellen, woran noch gearbeitet werden muss“, so Reinhard Wendt. Um den „Ernstfall“ so realistisch wie möglich zu proben, gehören alle Offiziellen, die im August im Einsatz sein werden, dem Olympia-Kontingent an, darunter auch die Richter Martin Plewa (Münster), Christian Landolt (Schweiz) und Marylin Payne. Während die deutschen Pferde bereits am 27. August die Reise nach Asien antreten, landen die übrigen Vierbeiner erst am 2. August in Hongkong. „Unser wichtigstes Ziel ist, so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln“, erklärt Reinhard Wendt. „Dazu gehört auch die Frage, ob sich eher eine frühere oder möglichst späte Anreise empfiehlt.“ Weitere Fragen, die vor Ort geklärt werden sollen, sind die der Konditionierung und Akklimatisierung von Ross und Reiter. „Bereits seit Wochen werden die Hongkong-Reiter sportmedizinisch besonders betreut und befolgen ein spezielles Fitness-Programm“, sagt Wendt. Ähnliches gilt für die Pferde, bei denen während des Trainings sowie vor und nach den Prüfungen immer wieder Laktatmessungen vorgenommen sowie Puls- und Atemfrequenz gemessen wurden. Mit im Gepäck hat die deutsche Delegation nicht nur das gesamte Futter für die Pferde, sondern auch neue Stiefel, Jacken, Kappen und Decken, die von den offiziellen Ausrüstern des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) für den Olympiaeinsatz entwickelt wurden und nun den Praxistest bestehen sollen. „Das Ziel ist es, den Reitern im nächsten Jahr die bestmögliche und sinnvolle Ausstattung zukommen lassen zu können. Wir sehen in der richtigen Ausstattung, gerade beim Extremklima in Hongkong, einen wichtigen Baustein zum Erfolg sowie Wohlbefinden von Reitern und Pferden. Durch das Feedback der Aktiven und Begleiter sollen für das nächste Jahr die richtigen Schlussfolgerungen für die Ausrüstung der Olympiamannschaften getroffen werden“, sagt Reinhard Wendt mit einem Dank in Richtung der DOKR-Ausrüster: „Wir sind froh, zuverlässige, professionelle, beständige, und innovative Partner an unserer Seite zu haben, die unseren Sportler Produkte zur Verfügung stellen, die höchsten Qualitätsansprüchen Stand halten.“ So entwickelte die Firma Cavallo spezielle Stiefel und Stiefeletten mit Lufteinlässen, perforiertem Leder zum verbesserten Luftaustausch und aus einem speziellen, kühlend wirkenden Leder, von Pikeur gibt es unter anderem spezielle Funktionsunterwäsche, Funktionsreithemden, Reitsakkos mit Netzfutter und Reithosen, spezielle Zylinder mit Lufteinlässen stammen von der Firma Kentucky. Mit Vielseitigkeitshelmen und Reitkappen mit Lüftung, Schabracken aus einem neuem, besonders schweißabsorbierenden Funktionsmaterial rüstet die Firma Waldhausen die Hongkong-Reiter aus, für die Pferde gibt es außerdem Regen, Fliegen-, Sommer-, Cool & Dry Abschwitz- sowie Alljahresdecken. Letztere vor allem dafür, dass sich die Pferde in den klimatisierten Stallungen nicht erkälten. „Auch das ist etwas, was wir in diesem Jahr unbedingt klären müssen: Durch die extreme Klimatisierung in den Ställen und in den Hotels besteht eine erhöhte Erkältungsgefahr bei Pferden und Reitern“, befürchtet Reinhard Wendt. Der sportliche Teil des Test-Events, der auf dem Gelände der Pferderennbahn des Hongkong-Jockey-Club in Sha Tin und in der Beas River Riding School in Fanling, ausgetragen wird, beginnt am 10. August mit der Dressur, für den 11. August ist die Geländeprüfung angesetzt. Die abschließende Springprüfung ist für Sonntag, 12. August, angesetzt. Die offizielle Internetseite des Testevents ist zu finden unter www.equestrian2007.org. |
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