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Gregory Wathelet siegt in Wiesbaden | Gregory Wathelet siegt in Wiesbaden |
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Gregory Wathelet siegte beim Pfingstturnier in Wiesbaden (fast) immer Es ist das Highlight der vier Turniertage und wurde vom Ukrainer Gregory Wathelet mit Lantinus gewonnen: Der Große Preis der Landeshauptstadt von Wiesbaden ist traditionell eine der anspruchsvollsten Prüfung in Europa. Deshalb reisten von den ersten Zehn der Weltrangliste allein sieben Reiter zum 71. Internationalen Pfingstturnier in die hessische Metropole. Schließlich hatte sich die Hauptprüfung des Finaltags um einen weiteren Stern zu einem Vier-Sterne-CSI gesteigert und lockte mit 85.000 Euro Preisgeld und Weltranglistenpunkten. Und das allein war nicht genug – das Turnier ist zweite Etappe der bedeutendsten Serie im Springsport und verteilt so im Großen Preis die begehrten RIDERS TOUR-Punkte. Der Preis der Landeshauptstadt von Wiesbaden war als Springprüfung mit zwei Umläufen ausgeschrieben. Die besten zehn Reiter aus der ersten Runde bekamen im zweiten Umlauf die Chance auf den Triumph. Darunter Weltstars wie Rider of the year Thomas Frühmann, Shootingstar Daniel Deusser und die Weltranglisten-Erste Meredith Michaels-Beerbaum. Allerdings war der erste Umlauf eine Herausforderung: Perfektionist Ludger Beerbaum scheiterte ebenso wie Starreiter Marcus Ehning und dem Doppel-Europameister von 2003 Christian Ahlmann. Der Ukrainer Gregory Wathelet wurde im Vorfeld nicht unbedingt als Favorit gehandelt, Marcus Ehning sah Daniel Deusser und Meredith Michaels-Beerbaum ganz vorne. Dabei hatte der 31-jährige gebürtige Belgier in Wiesbaden seine Top-Form mehrfach unter Beweis gestellt. Er siegte im Eröffnungsspringen des Traditionsturniers und im Wiesbaden Speed unmittelbar vor der Hauptprüfung. Und so präsentierte Gregory Wathelet mit seinem neunjährigen Hannoveraner Wallach Lantinus eine rasante Vorstellung im zweiten Umlauf, sparte an keinem Galoppsprung und sauste mit engsten Wendungen über die von Stefan Wiegand aufgebauten Sprünge. Schneller als 47,01 Sekunden schaffte es niemand, selbst die zweimalige RIDERS TOUR-Siegerin Meredith Michaels-Beerbaum musste sich mit Spring-Ass Shutterfly drei Zehntel hinten anstellen und wurde vor Altmeister Thomas Frühmann und The Sixth Sense Zweite und damit beste Sportlerin in Wiesbaden. Gregory Wathelet, der zum besten Reiter des Turniers gekürt wurde, war von seiner Glanzleistung begeistert. „Ich kann es gar nicht glauben, dass ich das geschafft habe. Ich habe einfach nur versucht, möglichst schnell zu reiten.“ Meredith Michaels-Beerbaum analysierte realistisch: „Das war Shutterflys erster Start in der grünen Saison und er hat sich super gezeigt. Ich weiß nicht, wo ich noch Zeit hätte einsparen können.“ Die Verantwortlichen des Wiesbadener Reit- und Fahrclubs e. V., der in diesem Jahr seinen 80sten Geburtstag feiert, waren trotz der widrigen Witterungsbedingungen zufrieden: „Ich kann nur eine sehr positive Bilanz ziehen“, erklärte Vereinspräsidentin Kristina Dyckerhoff. „Obwohl das Turnier mit Wetterkapriolen bestückt war, bin ich überglücklich über den super Sport, den wir hier an vier Tagen gesehen haben.“ Der sportliche Leiter Frank Rothenberger sah es so: „Wir hatten mehr Zuschauer als im letzten Jahr und die knapp zwei Stunden Fernsehen heute in der ARD haben wir bekommen, weil wir Etappe der RIDERS TOUR sind. Aber es gibt auch viele Punkte, an denen wir noch arbeiten müssen, um das Turnier noch weiter zu verbessern.“ Die 52.000 Besucher sprechen aber eine deutliche Sprache – das Internationale Pfingstturnier in Wiesbaden ist eines der beliebtesten und besten Veranstaltung der Republik. |
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