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Moderne Tradition – das Frankfurter Festhallen Reitturnier Hallenturniere gehören zum Turniersport, wie der Mond zur Erde. So schrieb es 1955 Landstallmeister H. Albert in seinem Vorwort zum Festhallen Reitturnier. Diese Aussage hat auch ein halbes Jahrhundert später glücklicherweise die selbe Wertigkeit. Die Indoor-Events, wie sie in der internationalen Fachszene betitelt werden, schließen den Turnierzyklus. Reitsport hat das ganze Jahr Saison – Reitsport ist immer aktuell. Das Frankfurter Reitturnier ist dabei eine der „dienstältesten“ Veranstaltungen. 1899 wurde in der Main-Metropole als erste Stadt in Deutschland ein Reitturnier, ein Concours hippique, durchgeführt. Zunächst war das Hippodrom Schauplatz für dieses Ereignis, bevor sich der ausrichtende Frankfurter Reit- und Fahr-Club, der sich 1909 gründete, entschloss, das Turnier 1934 in die Festhalle zu verlegen, um die Veranstaltung einem weitaus größeren Publikum zugänglich zu machen.
Denn Reiten wurde zunehmend populärer. Es war ein gesellschaftlicher Höhepunkt, man wollte sehen und gesehen werden. Übrigens nichts neues: Schon im 15. Jahrhundert spielten die Turniere eine so wichtige Rolle, dass es strenge Kleiderordnungen für Frauen gab, denen es durch Stand und Geburt gestattet war, an dem höfischen Festspiel teilzunehmen. Eine Kleiderordnung gibt es heute nicht mehr. Auch ist es jedem Pferdefreund, Interessierten und Neugierigem nicht nur gestattet zu kommen, sondern er ist ein wichtiger Bestandteil des Erfolges dieser Veranstaltung. Der Anspruch ist jedoch über die Jahrhunderte geblieben, die Zuschauer mit spannendem Sport und einem abwechslungsreichem Rahmenprogramm zu unterhalten. So treten auch 2007 die besten Reiter ihrer Disziplin in der Festhalle an. Ob im Finale der JAB ANSTOETZ Masters League, in der FEI Weltcup-Qualifikation der Dressurreiter, dem Nürnberger Burg Pokal-Finale oder dem FEI World Cup Dressage Final for Young Riders – nur einige Höhepunkte des Programms – werden die internationalen Weltstars ihr Bestes geben. Denn das nach 17-jähriger Pause durch den Ausstieg der Familie Linsenhoff, die der Veranstaltung lange verbunden war, erst 1990 wieder ins Leben gerufene Turnier, befindet sich auf dem steilen Weg nach oben. Was nicht zuletzt auch am wiederbelebten Engagement der Familie Linsenhoff, diesmal in Gestalt von Tochter Ann Kathrin und Ehemann Klaus Martin Rath, liegt. „Wir werden sehen, wie sich unsere Reiter nun mit den Anforderungen der Festhalle abfinden werden.“ So endete Landstallmeister Albert 1955 sein Grußwort. Das gilt auch für das Jahr 2007, in dem nicht nur die Reiter, die einen zusätzlichen Abreiteplatz im Stallbereich erhalten, sondern auch die Besucher veränderte und vor allem verbesserte Bedingungen vorfinden werden. Ob der vergrößerte Ausstellungsbereich, der von der 1. Etage ins Forum „gerutscht“ ist und somit das Ziel der kurzen Wege weiter realisiert, oder das Show- und Musikprogramm mit reichlich Neuerungen und Höhepunkten – das Festhallen Reitturnier versucht für jeden Anwesenden das Optimum zu bieten. Und die dienstältesten Besucher werden ein wenig auf Zeitreise geschickt: Der Einritt in die Halle wird wie in den 60er Jahren wieder die Form eines überdimensionalen Hufeisens haben. „Da werden vielleicht noch bei dem einen oder anderen Erinnerungen aufkommen“, so Ann Kathrin Linsenhoff. Denn nicht nur Hallenturniere gehören zum Turniersport, sondern auch das Festhallen Reitturnier zu Frankfurt wie eben der Mond zur Erde.
Quelle: Escon Marketing Fotos: www.reitsportfotos.eu |