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Letzte Chance für Jos Lansink beim Frankfurter Festhallenturnier
Seinen Sieg bei der Weltmeisterschaft 2006 gönnten ihm alle. Auch die versammelte Konkurrenz. "Jos ist ein würdiger Weltmeister. Er ist ein großer Stilist und ein echter Pferdemann. Er war jetzt einfach dran", lobte der deutsche Bundestrainer Kurt Gravemeier den Gewinner des WM-Goldes, der nun auch sein Kommen zum Frankfurter Festhallen Reitturnier bekannt gab. Dort gibt es nur ein Ziel: Sich wie bei der WM gegen die internationale Konkurrenz wie Meredith Michaels-Beerbaum, Ludger Beerbaum, Christian Ahlmann, Marcus Ehning, Thomas Frühmann, Vincent Voorn oder Beat Mändli durchzusetzen.
Niederländischer Belgier Der 46-Jährige ist ja kein Unbekannter in der internationalen Reitsportszene. Mehr als zwei Jahrzehnte ist er schon in der Weltspitze zu finden, er hat an fünf Olympischen Spielen und an drei Weltreiterspielen teilgenommen. "Jeder Reiter träumt davon, einmal Weltmeister zu werden. Auch ich", gibt Lansink zu. Es war nur nicht ganz klar, welche Nation sich noch über den Sieg freuen durfte. In den offiziellen Statistiken wird Lansink nun als der erste Belgier geführt, der einen Einzeltitel gewinnen konnte. Geboren ist er allerdings in Weerselo in den Niederlanden. Unter dieser Flagge wurde er 1992 mit der Mannschaft auch Olympiasieger. Selbst der Aachener Stadionsprecher kam da durcheinander und verkündete, der neue Weltmeister repräsentiere die Niederlande. Seit Anfang dieses Jahrtausends reitet der Vater von zwei Kindern allerdings für Belgien. Obwohl er schon seit 1996 im belgischen Gestüt Zangersheide für Leon Melchior arbeitet, konnte er dessen Pferde zunächst als Niederländer vorstellen. Mit dem Hengst Carthago nahm er erfolgreich an den Olympischen Spielen in Atlanta und Sydney teil. Eine Reglement-Änderung sah dann aber vor, dass Pferd und Reiter die selbe Nationalität haben müssen. Ein Wechsel war somit unumgänglich, wollte er die Pferde seines Sponsors weiter auf Championaten präsentieren. "Das war damals eine schwierige Entscheidung, die ich nicht in einer Nacht getroffen habe", berichtete Lansink. "Aber ich bin glücklich damit. Wir leben in einem offenen Europa." Mit Caridor folgte dann die Mannschafts-Bronzemdaille bei den Weltreiterspielen in Jerez – erstmals unter belgischer Flagge. Dessen ungeachtet gewann er mit dem Pferd High Valley Z von im selben Jahr die offene Holländische Meisterschaft, die er insgesamt achtmal für sich entscheiden konnte. Angesichts des Erfolges spielte die Frage in seinen Augen ohnehin keine große Rolle. "Keines der beiden Länder hat bislang einen Einzelweltmeister gestellt. Ich habe das jetzt geändert", scherzte er. "Dabei hatte ich mir im Finalstechen gar keine Chancen ausgerechnet, weil Cumano nicht das schnellste Pferd ist", so Lansink. Doch der damals 13-jährige Holsteiner Hengst war der sprunggewaltigste an diesem Tag, wofür er als bestes Pferd im Finale geehrt wurde. Auf Angriff in der JAB ANSTOETZ Masters League
Den nervenstarken Cassini-Sohn wird der seit 2004 selbständig arbeitende Lansink ebenfalls mit nach Frankfurt bringen. „Denn ich habe in Frankfurt ja noch eine große und schwierige Aufgabe vor mir“. Da der Weltmeister sich bisher noch nicht für das Finale der JAB ANSTOETZ Masters League qualifizieren konnte, wird er beim Festhallen Reitturnier die letzte Chance nutzen müssen. Wie auch die anderen internationalen Topstars, die sich bisher auf den elf Stationen kein Ticket für das Finale beim Großen Preis am Sonntag in der Festhalle sichern konnten, bei dem es immerhin um insgesamt 250.000 Euro geht. Sie müssen nun entweder am Freitag Abend beim Championat von Frankfurt oder am Samstag Nachmittag im Deutsche Bank Private Wealth Management Cup eines der noch ausstehenden sechs Tickets ergattern. Und auch wenn Vorjahrssieger Marcus Ehning bei der WM gegen Lansink alt aussah – in der JAB ANSTOETZ Masters League hat er ihm eines schon voraus: Die Startberechtigung für das Finale.
Quelle: Escon Marketing Fotos: www.reitsportfotos.eu
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