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FN-Stellungnahme zu Olympia | FN-Stellungnahme zu Olympia |
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Nürnberg (fn-press). Mit einem Zukunftskongress hat heute in Nürnberg die Jahrestagung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) begonnen. Aus aktuellem Anlass stand dabei ein Bericht über mutmaßliche Regelverstöße im Zuge der Olympischen Spiele in Hongkong im Mittelpunkt, von denen unter anderem das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Zu den darin beschriebenen Vorkommnissen nimmt die FN wie folgt Stellung. In den letzten Wochen erreichten die FN Ankündigungen von Enthüllungen verschiedenster Art und aus unterschiedlichen Richtungen. Interne Untersuchungen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) über mögliche Regelverstöße im Zuge der Olympischen Spiele in Hongkong haben bisher folgende Erkenntnisse gebracht: Die Auswertung verschiedener Aussagen deutet darauf hin, dass im Umfeld der Springmannschaft über den Fall Ahlmann hinaus Handlungen vorgenommen wurden, die weder dem Regelwerk noch der Vorstellung von sauberem Sport entsprechen. Erste Informationen über derartige Vorgänge erreichten Verantwortliche von FN und DOKR noch in Hongkong und in den Wochen danach. Man entschied sich, hierüber die Öffentlichkeit nicht zu unterrichten. Eine Aufarbeitung des Geschehenen war in tatsächlicher (eindeutige Feststellungen hinsichtlich des tatsächlichen Geschehensablaufes) und rechtlicher Hinsicht mit einem derart ungewissen Ausgang der Gesamtaufarbeitung behaftet, dass es konstruktiver war, die gesamte Kraft in die Erarbeitung der auf den Weg gebrachten Maßnahmen zu stecken. Die erforderlichen Aktivitäten der FN für sauberen Sport sollten nicht durch rückwärts gerichtete öffentliche Mutmaßungen überlagert werden. Daher wurden alle Kräfte gebündelt, um die Rahmenbedingungen zur Gewährleistung sauberen Pferdesports national und international wirksam zu verbessern. In diesem Zusammenhang wurden folgende Maßnahmen auf den Weg gebracht und zum Teil bereits umgesetzt: •Erhöhung der Zahl von Medikationskontrollen Die Verantwortlichen der FN haben aufgrund der bislang vorliegenden Informationen den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) um die Benennung eines unabhängigen Gutachters gebeten, der die weitere Überprüfung und Bewertung aller relevanten Vorgänge durchführen sollte. Hierbei ging es auch um die Frage, inwieweit die verantwortlichen Funktionsträger ihrer Aufgabe und ihrer Verantwortung vor, während und nach den Olympischen Spielen gerecht geworden sind. Der DOSB hat Dr. Dirk Rainer Martens (München), Mitglied des DIS (Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit) und CAS (Court of Arbitration for Sports) benannt. Sein Bericht wurde dem Präsidium der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) vorgelegt. Das Präsidium bestätigte die Auffassung, dass nach derzeitigem Kenntnisstand eine rechtliche Aufarbeitung im Rahmen eines Verbandsverfahrens nicht Erfolg versprechend ist. |
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