|
(c) cms-medien.de
Eva Bitter holt zum zweiten Mal Gold in Gera
Gera - Schon 2003 war sie die beste Frau im Parcours in Gera, jetzt wiederholte die Springreiterin Eva Bitter (Münster) den Coup und gewann mit Argelith Ghia die Deutsche Meisterschaft der Springreiterinnen. Prompt schwelgte die 33 Jahre junge Westfälin in Erinnerungen, denn schon 1991 ritt sie in Gera als vergleichsweise unbekanntes "Küken" ihren ersten Nationenpreis. Bloße drei Hunderstel-Sekunden trennten Bitter von der Titelverteidigerin Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) im Stechen, das erforderlich wurde, nachdem mit Barbara Steurer-Collée (Eberstadt), sowie Meyer und Bitter drei Damen in zwei Springen mit insgesamt drei Parcours fehlerfrei geblieben waren.
Eva Bitter freute sich zudem besonders über ihre elf Jahre alte Hannoveraner Stute: "Als sie sieben, acht Jahre alt war, hat sie Zahnprobleme gehabt und musste fünf Mal auf den OP-Tisch, später wurde eine Fesselträgerverletzung lange nicht als solche erkannt und jetzt hat sie gerade das fünfte S-Springen in Folge gewonnen." Ohne Goldmedaille, aber mit einem Sieg im Preis der Sakret GmbH kann Janne-Friederike Meyer nach Hause fahren. Chika`s Way bescherte der Reiterin zwei perfekte Umläufe. Eine gute Nachricht ist mit im Gepäck - Lambrasco, der neun Jahre alte Holsteiner Wallach, der Anzeichen von Missbehagen zeigte - hat sich nicht ernsthaft verletzt. "Dr Nolting, der Mannschaftstierarzt hat sich das angesehen und Lambrasco hat im Genickbereich einen Nerv verklemmt, eine Spritze bekommen und guckt schon munterer aus der Box." Dem unvermittelt einsetzenden Regen trotzten am Nachmittag die deutschen Springreiter in der 1. Wertung der Herren-DM, dem Preis der Deutschen Kreditbank, die erstmals Partner des Reitturniers in Gera war. Marcus Ehning aus Borken wurde mit seinem Weltcuppferd Sandro Boy der Favoritenrolle gereicht und gewann das klassische, schwere Springen mit einer fehlerfreien Runde in 74,13 Sekunden. Dahinter platzierte sich Rene Tebbel aus Emsbüren, Titelverteidiger und Championatskader-Mitglied. "Ich war selbst erstaunt, wie locker ich da ran gegangen bin," so Tebbel, der einer von mehreren Kandidaten für den fünften Platz in der EM-Equipe ist. Lachender Dritter war Otto Becker (Albersloh) mit dem niederländischen Wallach Obelix. Ehning lobte die sportlichen Rahmenbedingungen: "Trotz des Regens war der Boden gut." Der Parcours im Reitstadion Gera-Milbitz ist aufwendig saniert worden und hielt am Nachmittag trotz eines heftigen Schauers allen Ansprüchen stand. Ein Umstand, der auch Stefan Unterlandstättner, Vorstandsmitglied der DKB, beeindruckte. Unterlandstättner gratulierte den wetterfesten Springreitern zu ihrem Sportsgeist.
Alle Fotos von den Deutschen Meisterschaften in Gera finden Sie u.a. bei www.reitsportfotos.eu Mit dem Sieg von Isabell Werth (Rheinberg) auf Fuchsberger in der Qualifikation zum Nürnberger Burgpokal setzten die Dressurreiter das erste Zeichen des zweiten Turniertages bei den Deutschen Meisterschaften in Gera. Werth und der junge Hengst haben das Ticket zum Finale in Frankfurt nun ganz sicher in der Tasche. Die Doppel-Weltmeisterin gewann zudem mit Warum Nicht auch den Grand Prix Special, die zweite Wertung zur Deutschen Meisterschaft Dressur. Werth und ihr Equipe-Kollege Hubertus Schmidt (Borchen) führen nun jeweils die Damen- und Herrenwertung vor der abschließenden Grand Prix Kür am Sonntag in Gera an.
Quelle: comtainment.de Fotos: www.reitsportfotos.eu / cms-medien.de/ A.H. |