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III. ESI-Auktion: Nummer Eins bei der Vermarktung springbetonter Fohlen Klein Roscharden – Mit 36.000 Euro avancierte ein Sohn des Stempelhengstes Argentinus aus einer Burggraf-Mutter zum teuersten Fohlen der von Henrik Klatte und Otto Vaske initiierten, rein auf Springpferde-Nachwuchs spezialisierten ESI-Auktion. Mit einem neuen Rekord und einem Gesamtumsatz von 715.000 Euro gaben die Käufer im Durchschnitt 10.362 Euro für die 61 Fohlen sowie 8 Zuchtstuten umfassenden Kollektion aus. „Wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis, 22 Fohlen erzielten Preise über 10.000 Euro“, zog Henrik Klatte sein Fazit. International war die Kundschaft, die nach Klein Roscharden reiste. Käufer aus Amerika, Australien, Südafrika, Italien, Frankreich, England, Dänemark, der Schweiz und den Nachbarländern Niederlande und Belgien sicherten sich ihren Spring-Nachwuchs. 31 Fohlen wechselten ins Ausland. Eine besondere Offerte war das Stutfohlen Casablanca, das mit 29.000 Euro den zweithöchsten Preis erzielte: Die Clarence-Tochter stammt aus der weltweit einzigen Vollschwester zum Spitzenhengst Stakkato.
25.000 Euro brachte die Converter-Tochter Confidence, die aus der direkten Mutter zu Meredith Michaels-Beerbaums Erfolgspferd Checkmate stammt. „Ich glaube, Confidence hat eine große Zukunft. Sie ist unheimlich selbstbewusst!“, berichtet der der seit 30 Jahren züchtende Heinz Gerlach stolz. Durchaus positiv war das Echo unter den ausstellenden Züchtern, deren Fohlen für die Auktion ausgewählt wurden. „Das Team der ESI tut was für uns Züchter“, freute sich Dirk Lambardt, der ein Stutfohlen des international unter Marcus Ehning erfolgreichen Hengstes Armitage vorstellte. Besonders begehrt waren Fohlen von selbst im Großen Sport stehenden Vererbern. So wie das Hengstfohlen Baron Olivier, ein Sohn des Olympiapferdes Eurocommerce Berlin, das für 24.000 Euro in die Niederlande wechselte. Grund genug, auch international erfolgreiche Topreiter nach Lastrup zu locken. Der zweifache Deutsche Meister in Folge, Rene Tebbel, sicherte sich zwei Fohlen. „Ich bin das erste Mal hier und sehr angetan von der Qualität der Fohlen. Das wird sicher nicht mein letztes Mal hier sein“, erzählte der Emsbührener. Auch der dreifache Olympiareiter Jerry Smit aus Italien schlug dreimal zu und lobte die Vielfalt der Blutlinien. Ihre Sektflaschen und Rosen, die es für jedes ersteigerte Fohlen gab, konnte Claire Salem aus Großbritannien kaum tragen. Neun Fohlen, darunter das Spitzenfohlen, kaufte sie mit ihrem Ehemann. „Jedes Jahr finden wir hier neuen, sehr interessanten Nachwuchs, der uns gefällt“, so die Inhaberin einer Hengststation. Dort wird man 2009 in den Vererberboxen sicher einige der Fohlen wieder finden. Dass die ESI Auktion mit ihrem Schwerpunkt bedeutender Spring-Pedigrees richtig liegt, zeigen auch Aussagen von Spring-Bundestrainer Kurt Gravemeier, der auf der Europameisterschaft in Mannheim betonte: „Die Springpferdezucht in Deutschland muss stark gefördert werden.“
Quelle: Julia Wentscher |