
Martina Sailer und Uwe Schwanz gewinnen die S-Prüfungen
(München Riem) Toller Sport war vier Tage lang beim Riemer-Jungpferde-Cup auf der Olympia-Reitanlage München-Riem geboten. Martina Sailer und ihre bayerisch gezogene Stute Finess (v. Pilotek – Papageno, Z.: ZG J. u. A. Sailer) siegten im Großen Preis der Pferdetage, einer Springprüfung der Klasse S* mit Stechen. Sie blieben im Grund- und Stechparcours fehlerfrei, nachdem sie auch bereits in einer Springprüfung der Klasse M/A mit einem Nullfehlerritt gesiegt hatten. In der S-Dressur, dem Highlight der Dressurtour am Freitag Abend, hatte Uwe Schwanz mit dem ebenfalls bayerisch gezogenen Rockbarton (v. Rivero II – Mattheis, Z.: M. Niedermair) die Nase vorn.
Er erhielt aus den Händen von Chefrichter Dr. Dieter Schüle die goldene Schleife. Überaus erfolgreich präsentierten sich eine ganze Reihe in Bayern aufgestellter Beschäler: Grand Pilot II R (v. Gambrinus R – Pilot, Z.: M. Rudel) siegte unter Peter Aigner in zwei Springpferdeprüfungen der Klasse L und M. Don Argentinus (v. Davignon I – Argentinus, Z.: F. Sanladerer) konnte unter Ralf Kornprobst die Dressurpferdeprüfung Klasse M mit der hohen Wertnote 8,7 für sich entscheiden, In Flagranti (v. Buddenbrock – Kennedy), vorgestellt von Friederike Schulz-Wallner, und Montepiano (v. Monteverdi – Piaster, Z.: R. Pichlmeier), ebenfalls unter dem Sattel von Ralf Kornprobst, belegten Platz 3 und 4. Die beiden Abteilungen der Reitpferdeprüfung für 4-jährige Pferde entschieden Imperio (v. Connery – Balfour xx) unter Friederike Schulz-Wallner sowie Fürst Scheurenhof (v. Fürst Heinrich – Wall Street) unter Walter Wadenspanner jun. für sich, erstere rangierte außerdem mit Ray Ban RK (v. Rubin Royal – Piaster, Z.: R. u. P. Knott) an 4. Stelle. Auch bei den 3-jährigen Reitpferden, die an diesem Wochenende zum ersten Mal in der laufenden Saison startberechtigt waren, lagen gekörte Hengste in Front. Zauberfürst (v. Interconti – Caprimond), vorgestellt von Friederike Schulz-Wallner und Lord Sunshine (v. Lord Loxley – Enim Pascha) unter Walter Wadenspanner jun. belegten die Plätze 1 und 2. Äußerst positiv war das Echo der Aktiven, die bei den jungen Pferden besonders im Springbereich durch das breite Prüfungsangebot über vier Tage hinweg einen hohen Lerneffekt feststellen konnten. Top Sport sei geboten worden, lobte auch der LK-Beauftragte Wilfried B. Herkommer. Der Riemer-Jungpferde-Cup habe in der doch kurzen Zeit einen bedeutenden Stellenwert erreicht. Reitpferde- und Fohlenauktion
Gut gefüllt war die Neue Reithalle am Samstag Abend, als 26 Reitpferde und ein Pony, sowie zehn Fohlen bei der diesjährigen Auktion angeboten wurden. Im Vergleich zum letzten Jahr gab es hinsichtlich der Qualität der Pferde und auch des Durchschnittspreises, der bei 15.556 Euro lag, eine Steigerung. Für den Höchstpreis von 47.000 Euro wurde der gekörte Galliano R (v. Gambrinus R – Cor de la Bryère) einem Stall in Belgien zugeschlagen. Insgesamt gingen neun Pferde ins Ausland – die Käufer kamen aus Mexiko, den USA, aus Großbritannien, Belgien, Slowenien und Frankreich. Da den Verantwortlichen daran gelegen ist, eine reelle und ehrliche Auktion durchzuführen, soll auch nicht verschwiegen werden, dass es mehrere Rückkäufe gab, von denen einige jedoch aus Sicht des Verbandes nicht nachvollziehbar sind, schließlich hatte es sich bereits um respektable Summen gehandelt. Generell seien mindestens zehn Prozent Rückkäufe auf allen Auktionsplätzen in Deutschland die Regel, sagte Vermarktungschef Bernd Felix Einhaus. Er zeigte sich überwiegend zufrieden und bedauerte gleichzeitig die Tendenz, in Bayern zunächst das Schlechte – die Rückkäufe – und dann erst das Positive – die zahlreichen Verkäufe ins Ausland und den gestiegenen Durchschnittspreis – herauszustellen. So wurden beispielsweise auch nach der Auktion noch Pferde verkauft. „Wir sind bemüht und arbeiten weiter“, so Einhaus. Auch ein kleines Lot frühgeborener Fohlen wurde als „Versuch“ angeboten, der von den Kunden gut angenommen wurde. Die Hälfte wechselte den Besitzer, zwei Hengste erwarb Dr. Eberhard Senckenberg für das Haupt- und Landgestüt Schwaiganger. Den Spitzenpreis erzielte Walesco, ein Sohn des Weltmeyer aus einer Mutter von Cornus, der für 5.500 Euro zugeschlagen wurde. Der Durchschnittspreis lag mit 4.085 Euro im Bereich der anderen bayerischen Fohlenauktionen des Vorjahres. Für die Zukunft wird weiter an der Verbesserung, nicht zuletzt der Akzeptanz, des Auktionsplatzes München-Riem gearbeitet werden. Die Auktion befindet sich noch im Aufbau, ist aber auf einem guten Weg. So zielt man darauf, die Qualität weiter zu steigern und dadurch noch mehr Käufer, nicht nur aus dem Ausland, sondern auch aus dem Inland, nach München zu bringen.
Alle Ergebnisse in der Gesamtübersicht finden Sie bei uns unter:
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Quelle: Susanne Bergmann |