|
(c) cms-medien.de
Ulla Salzgeber ist das Maß der Dinge im Viereck von Donaueschingen
(Donaueschingen) Zwei Platzierungen – ein Name: Bei der Einlaufprüfung zum Nürnberger Burgpokal verdiente sich Ulla Salzgeber die Goldene und die Silberne Schleife. Mit ihrer siebenjährigen Stute Wakana v. Wolkentanz kassierte sie 71,10 Prozent und setzte sich souverän an die Spitze. Mit dem achtjährigen Herzruf’s Erbe, Rheinländer Wallach von Herzruf, platzierte sich die Mannschaftsolympiasiegerin auf dem zweiten Rang. Vor zwei Jahren sah Ulla Salzgeber die typvolle Fuchsstute bei einer Qualifikation zum Bundeschampionat zum ersten Mal und da habe sie sich gleich in die damals Fünfjährige verliebt. „Als ich sie zum ersten Mal sah, war ihre Vorstellung schrecklich. Sie ist nur weggesprungen, ging keinen Trab und keinen Galopp. Aber ich habe gedacht, das bekomme ich hin“, erklärte Ulla Salzgeber.
Dass die Dressur nach Donaueschingen zurückgekehrt ist, lobt die Sportlerin: „Natürlich wäre es schöner gewesen, vor dem Schloss zu reiten. Aber die Bedingungen hier sind in Ordnung. Die Tribüne ist zwar nah am Viereck, aber die Besucher sind ausgesprochen rücksichtsvoll. Das erlebt man nicht alle Tage“, schwärmt die Einzel-Europameisterin von 2001 und 2003. Ulla Salzgeber war nicht nur mit ihren zwei Top-Athleten zum Traditionsturnier nach Baden-Württemberg gereist, sondern hatte auch ihren Schüler Frank Freund mitgebracht, der im AlpenChampionat an den Start ging und den Grand Prix der neu ins Leben gerufenen Serie auf Amoucheur mit 68,50 Prozent für sich entscheiden konnte. „Für uns Junge Reiter ist es toll, dass es hier ein Prüfungsangebot gibt, bei dem wir uns unter unseresgleichen messen können“, freute sich der Neffe von Michael Freund über die in Donaueschingen ausgeschriebene Dressur. Turnier-Chef Dr. Kaspar Funke nahm den ganzen Tag über das Viereck skeptisch in Augenschein und auch er war von der wiederbelebten Disziplin begeistert. „Es ist einfach traumhaft, was wir hier an einem Freitag für Besucher haben – vor allem am Viereck. Die Dressur gehört hierher und die Reiter erwarten, dass wir sie auf Dauer mehr miteinbinden. Das wird auch geschehen. Aber alles braucht seine Zeit“, war der Turnier-Chef optimistisch. Von einem Treffen mit den Mitgliedern des Stadtrates kehrte Dr. Kaspar Funke ebenfalls frohen Mutes zurück. „Wir haben auf zwei sehr harmonische Jahre zurückgeblickt und planen eine weitere Zusammenarbeit.“
Quelle: escon-marketing.com Fotos: www.reitsportfotos.eu / M.Czok |