| Deutschland führt im Nationenpreis |
|
|
(c) cms-medien.deBeerbaum macht das Happy End perfekt – Deutschland nach dem ersten Umlauf des Nationenpreises der Europameisterschaft in Mannheim weiterhin vorn (MPS) „Es macht Spaß, hier zu sein. Ein solch guter Teamgeist, das ist wirklich schön.“ Die Erleichterung war Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) nach dem Ende des ersten Umlaufs des Preises von MVV Energie, dem Nationenpreis bei der FEI Europameisterschaft der Springreiter in Mannheim, deutlich anzumerken. Erleichterung darüber, dass die Gastgeber-Equipe vor 8.000 Zuschauern im MVV-Reitstadion ihre Führung in der Team-Wertung trotz des erneuten Missgeschicks von Startreiter Marcus Ehning (Borken) behaupten konnte. Wie schon im Deutsche Bank Preis, dem Zeitspringen am Mittwoch, schied Ehning nach zwei Verweigerungen seiner Stute Nolte’s Küchengirl aus und ließ mit dem frühen Streichergebnis abermals den Druck auf seine Mannschaftskollegen enorm steigen. „Bis zur Kombination hatte ich ein gutes Gefühl, das Ganze ist mir unerklärlich“, zeigte sich Ehning ebenso ratlos wie Bundestrainer Kurt Gravemeier: „Dieses Pferd hat in diesem Jahr wirklich tolle Leistungen gebracht, hatte nie einen Ausfall. Das ist für uns alle Neuland.“ Wenige Stunden später hatte Gravemeier dann jedoch allen Grund zur Freude, als es dem für den Reiter-Verein Mannheim startenden Schlussreiter Ludger Beerbaum vorbehalten war, das Happy End aus deutscher Sicht perfekt zu machen. Nachdem zunächst Christian Ahlmann (Marl) auf Cöster mit seiner Nullrunde für etwas Erleichterung und den Silberstreif am Horizont gesorgt hatte, ließ in der Folge Meredith Michaels-Beerbaum mit einem weiteren fehlerfreien Ritt auf Shutterfly die Hoffnungen der Gastgeberequipe deutlich steigen. Und als der Weltranglistenerste Ludger Beerbaum schließlich mit dem 16-jährigen Hengst Goldfever ebenfalls strafpunktfrei blieb, war das „Unternehmen Gold“ wieder auf Kurs. Ihr sei „ein Herz vom Stein gefallen“, kommentierte die gebürtige US-Amerikanerin auf charmante Art und Weise ihre Gefühle nach dem fehlerfreien Ritt ihres Schwagers. Mit 5,18 Punkten führt Deutschland die Mannschaftswertung damit vor dem entscheidenden zweiten Umlauf am Freitag an, gefolgt vom Team der Niederlande, die Teil eins des Preises von MVV mit einer blütenweißen Weste beendeten. Mit Vincent Voorn, Jeroen Dubbeldam, Albert Zoer und Gerco Schröder schaffte die Weltmeister-Equipe das nicht alltägliche Kunststück, gleich vier Null-Fehlerritte hinzulegen, und verdrängte mit insgesamt 7,37 Zählern die Schweiz (8,13) auf den dritten Platz. „Das ist wirklich gewaltig, dass gleich alle vier Reiter null gehen. Und vor allem, dass sie es auf diese souveräne Art und Weise tun“, freute sich der Teamchef der Niederländer Rob Ehrens über die Leistung seiner Equipe. Dass in der Tat ausgesprochen viele Reiterinnen und Reiter ohne Abwurf geblieben waren, führte Ehrens dabei keineswegs auf die Anforderungen des Parcours zurück. „Das lag sicher nicht daran, dass es zu leicht gewesen wäre, sondern viel mehr daran, dass hier einfach optimale Bedingungen herrschen und die Böden absolut super sind“, zollte er den Gegebenheiten im MVV-Reitstadion höchstes Lob. Dem pflichtete auch Christina Liebherr aus der Schweiz bei, die mit einem weiteren strafpunktfreien Ritt im Preis von MVV Energie nach dem zweiten von insgesamt fünf Durchgängen in der Einzelwertung in Front liegt. „Der Parcours ist ganz sicher nicht zu einfach, aber es sind hier eben sehr, sehr viele gute Reiter und Pferde am Start.“ Damit hat die in Stuttgart geborene Eidgenossin beste Chancen, nach Doppel-Silber bei der letzten Europameisterschaft in San Patrignano diesmal nach der Goldmedaille zu greifen. In Reichweite bleibt diese in seiner sportlichen Heimat Mannheim weiterhin auch für Ludger Beerbaum, der mit 1,11 Zählern vor Stefan Eder (Österreich/1,12) und Meredith Michaels-Beerbaum (1,54) auf Rang zwei liegt. |
| < zurück | weiter > |
|---|
| Nachrichten: |
|---|
| Newsticker: |
|---|
|
|
| Anzeigen: |
|---|








(c) cms-medien.de
(c) cms-medien.de

