Turnier-Infos
Deutscher Meister Rene Tebbel | Deutscher Meister Rene Tebbel |
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Gera - Die Entscheidung fiel vor ausverkauften Tribünen im Stechen: Rene Tebbel aus Emsbüren holte sich zum dritten Mal in Folge den Titel des Deutschen Meisters der Springreiter. Mit Coupe de Coeur, dem zehn Jahre alten Holsteiner Schimmelhengst, war er in 40,85 Sekunden der Schnellste im Stechen und ohne Fehler. "Meine Kollegen sind heute etwas langsamer geritten - ich bedanke mich dafür," witzelte der 38 Jahre alte Profi. Christian Ahlmann (Marl), der mit Lorenzo Silber gewann, versprach prompt im nächsten Jahr schneller zu werden, während Heinrich-Hermann Engemann (Bissendorf) sich nicht nur über die Bronzemedaille freute, sondern auch über seine Wetter- und Standfestigkeit. In der ersten Wertung bekamen er und sein Aboyeur W den dicksten Regenschauer ab und blieben fehlerfrei, nach dem Großen Wernesgrüner Preis wankte der Pferdewirtschaftsmeister auch nicht, als ihm Coupe de Coeur auf den Fuß trat. Die drei Medaillengewinner, sowie Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Montender und Otto Becker (Albersloh) mit Obelix teilen sich auch den Sieg im Großen Wernesgrüner Preis. Die Nachricht, die Bundestrainer Kurt Gravemeier (Sendenhorst) dann noch "in petto" hatte, sorgte bei Tebbel zusätzlich für Freude, denn der Springausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) kam gleich nach der DM zu der Entscheidung, Tebbel für die EM zu nominieren. Neben Tebbel sind Marcus Ehning mit Nolte`s Küchengirl, Ludger Beerbaum mit Goldfever, Meredith Michaels-Beerbaum mit Shutterfly und Christian Ahlmann mit Cöster für das Aufgebot benannt worden. Auf der Longlist steht auch Heinrich-Hermann Engemann. Eine Rangierung innerhalb des Aufgebots traf der Ausschuss nicht. Ein großes Kompliment für die Investitionsbereitschaft der Stadt Gera war die DM selbst. Trotz des wenig freundlichen Wetters bot der Boden des sanierten Stadions erstklassige Bedingungen. Dr. Norbert Vornehm, Oberbürgermeister der Stadt Gera: "Das ist ein Zeichen für die Zukunft." Der OB verteilte seinerseits Komplimente, denn die Zuschauer - 18.000 kamen an drei Tagen - sorgten für eine gute Kulisse. Vornehm: "Das macht mich stolz." Die Deutschen Meisterschaften in der Dressur entscheiden Isabell Werth (Rheinberg) auf Warum Nicht und Hubertus Schmidt (Borchen) mit Andretti für sich. Das dicht belagerte Dressur-Viereck verlangte den Pferden Nervenstärke ab - eine gute Probe für das kommende Championat. Nadine Capellmann (Würselen), die Silber gewann, sorgte mit Elvis VA in der Grand Prix Kür für helle Begeisterung bei den Zuschauern und Ellen Schulten-Baumer aus Rheinberg (Bronze) freute sich nicht nur über die Medaille, sondern auch über die Nominierung zur EM mit Donatha S. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtete der Deutsche Meister Hubertus Schmidt die Sache. Der Pferdewirtschaftsmeister freute sich über Gold, für die EM zog der Dressurausschuss indes Monica Theodorescu (Füchtorf) mit ihrem jungen Whisper vor. Zum EM-Aufgebot zählen auch Werth mit Warum Nicht und Satchmo und Capellmann mit Elvis VA. Heike Kemmer (Winsen), die ihren Bonaparte nach langer Verletzungspause erstmals wieder vorstellte wurde als erste Reserve benannt. Volker Wulff, seit 13 Jahren Turnierleiter in Gera und zum vierten Mal gemeinsam mit dem RV Gera/ Thüringen Ausrichter einer Deutschen Meisterschaft, blickte in die Zukunft: "Wir haben gesehen, dass man auf diesem Boden alles machen kann und im nächsten Jahr finden Olympische Spiele statt. Wir werden mit dem Oberbürgermeister in naher Zukunft sprechen und ausloten, was wir in Gera anbieten, denn wir können für die Reiter in Europa und auch für die deutschen Reiter eine gute Vorbereitung bieten, ohne das Gera nun eine Sichtung wäre." |
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