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Sandra Auffarth holt zum zweiten Mal den Titel Bonn (fn-press). Sandra Auffarth aus Ganderkesee ist neue Deutsche Vielseitigkeitsmeisterin der Jungen Reiter. Unangefochten ritt die 20-Jährige auf dem Bonner Rodderberg mit dem in der Familie gezogenen Oldenburger Wallach Carlos zum Sieg. Die Silbermedaille ging an Stefanie Oechsle (Schwäbisch Gmünd) mit Borsalino, die Bronzemedaille sicherte sich Julia Weiser (Dorstadt) mit Euroridings Attention Now. Wie zuvor schon bei den Junioren brachte auch bei den Jungen Reitern das Springen als letzte Teilprüfung noch einmal Bewegung in die Rangierung. Der Sieg war Sandra Auffahrt, Mitglied der Perspektivgruppe Vielseitigkeit, allerdings nicht mehr zu nehmen. Trotz eines Abwurfes lag sie am Ende mit nur 49,9 Strafpunkten an der Spitze. Die 20-Jährige wiederholte damit nicht nur ihren Titelerfolg von 2005, sondern sorgte auch dafür, dass sich der Landesverband Weser-Ems über den zweiten Titel an diesem Tag freuen konnte. Und nicht nur das: Mit ihrem zweiten Pferd Noble Prince OLD konnte sie sich vom fünften auf den dritten Platz der offenen Wertung der internationalen Zwei-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung (CCI**) in Bonn-Rodderberg nach vorne arbeiten.
Noch nach dem Geländeritt hatte es fast so ausgesehen, als könnten Sandra Auffarth und Perspektivgruppenkollegin Julia Krajewski (18, Nordhorn) ihren Erfolg vom Preis der Besten wiederholen. Hier belegten die beiden sowohl im vergangenen als auch in diesem Jahr die Plätze eins und zwei. Zur Verfassungsprüfung trat Julia Krajewski allerdings nicht mehr an, da sich ihr Leading Edge beim Geländeritt am Vortag verletzt hatte. Sie machte damit den Weg frei für Julia Weiser, die nach Dressur und Gelände hinter ihr auf Platz drei gelegen hatte. Jedoch warfen vier Abwürfe im Springen die zweifache Pony- und Junioren-Mannschaftseuropameisterin auf den DM-Bronzerang zurück (66,30). Sie musste Stefanie Oechsle von der Reitabteilung des TSV Altensteig den Vortritt lassen, deren souveräne Nullrunde im Parcours ihr nicht nur den donnernden Applaus der Zuschauer eintrug, sondern auch die Silbermedaille (53,5). Die 19-Jährige wiederholte damit ihren Vorjahreserfolg von Bad Segeberg, wo sie sich den Titel der Junioren-Vizemeisterin geholt hatte. Vierte und Fünfte in der Meisterschaftswertung wurden Sabrina Mertens (Sassenberg) mit Divolo (70,1) und Christiana Meyer (Bremervörde) mit Allrounder Bo (73,10), beide Mitglied des EM-Bronzeteams im vergangen Jahr. Zufrieden mit den Leistungen der Jungen Reiter äußerte sich Bundestrainer Rüdiger Schwarz (Sassenberg): „Die Favoriten waren in dieser Altersklasse erwartungsgemäß vorne. Aber generell war das Starterfeld recht gut, lediglich in der Dressur hätte ich noch etwas mehr erwartet.“ Wie bei den Junioren machten sich allerdings gerade auch bei den Jungen Reitern zum Teil Konditionsprobleme bemerkbar. „Das ist eine Sache der Vorbereitung“ so Schwarz, „auf die man sich im Vorfeld besser hätte einstellen müssen. Schließlich sind die hohen Anforderungen des Rodderberger Geländes an die Kondition ja weithin bekannt.“ Positiv äußerte sich der Bundestrainer, selbst renommierte Parcourschef, beispielsweise bei den WM-Geländestrecke in Aachen, über den Aufbau von Karl-Heinz Nothofer (Kamp-Lintfort): „Die Strecke war sehr gut aufgebaut und enthielt alle Aufgaben, die ein moderner Geländekurs enthalten muss.“
Quelle: fn-press/ Hb |