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Deutsche Medaillenbilanz könnte steigen |
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Nachträgliche Disqualifikation von WM-Bronze Deutsche Medaillenbilanz könnte steigen Lausanne/SUI/Warendorf (fn-press). Die Medaillenbilanz der deutschen Pferdesportler bei den Weltmeisterschaften des vergangenen Jahres in Aachen dürfte sich nachträglich um eine zusätzliche Bronzemedaille verbessern. Die Rechtskommission der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (Fédération Equestre Internationale, FEI) beschloss am 22. März in Lausanne die österreichische Voltigiererin Sissi Jarz sowie ihre Longenführerin Julia Nöbauer von der in Aachen gewonnenen Bronzemedaille im Einzelvoltigieren der Damen wegen verbotener Medikation ihres Pferdes Escudo Fox nachträglich zu disqualifizieren. Erlangt das Urteil Rechtskraft, werden Nicola Ströh (Hamburg) und ihr Longenführer Michael Gnad (Bremerhaven), die bei der WM in Aachen hinter Sissi Jarz Platz vier belegten, auf den Bronzerang nachrücken.
In einer während der WM in Aachen genommenen Medikationskontrolle des Pferdes Escudo Fox waren sowohl in der A- wie in der B-Probe Abbaustoffe des im Wettkampf verbotenen Beruhigungsmittels Acepromazin entdeckt worden. Nach dem im Jahr 2006 neu gestalteten Regelwerk der FEI handelt es sich bei Acepromazin um eine im Wettkampf verbotene Medikation der Klasse A. Die Rechtskommission der FEI sprach daraufhin gegen die österreichische Volitgiererin sowie ihre Longenführerin eine Disqualifikation sowie eine dreimonatige Sperre aus. Ferner wurden sie zur Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 1.000 Schweizer Franken und zur Übernahme der Prozesskosten in Höhe von 1.125 Schweizer Franken verurteilt. Nach Angaben der österreichischen FN werden Sissi Jarz und ihre Longenführerin die Entscheidung der FEI akzeptieren. Damit wird nach Ablauf der 30-tägigen Einspruchsfrist gegen die Entscheidung der FEI-Rechtskommission das Nachrücken von Nicola Ströh und ihres Longenführers auf den Medaillenplatz sehr wahrscheinlich.
Quelle: fn-press/ T.H. |