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Die Weltklasse am 14. CSIO Schweiz in St. Gallen zu Gast
Die besten Reiter und Pferde sind auch am 14. CSIO St. Gallen zu Gast. Das Teilnehmerfeld präsentiert sich wie immer erstklassig. Cracks aus 13 Ländern, darunter erstmals zehn Equipen im neu geschaffenen Meydan Nations CupTM, messen sich vom 4. bis 7. Juni im Gründenmoos in zehn internationalten Springen um ein auf nahezu CHF 900'000 aufgestocktes Preisgeld. Reitsport-Nachrichten berichtet 4 Tage live aus der Schweiz. Alle News, Ergebnisse und Fotos finden Sie hier online vor..
Nationenpreis mit Fuchs und Liebherr
Die Schweizer Springreiter sind in Hochform. Mit dem unerwarteten Erfolg im Nationenpreis in La Baule an der französischen Atlantikküste, der ersten von acht Stationen im Meydan FEI Nations CupTM der Springreiter, haben die EM-Kandidaten von Equipenchef Rolf Grass nicht nur ihre Resultate am Weltcup-final in Las Vegas (drei Reiter unter den ersten zehn) bestätigt, sondern geradezu verblüfft und berechtigte Medaillenhoffnungen für die europäischen Freiluft-titelkämpfe Ende August im englischen Windsor geweckt. Die Besten in St. Gallen
Equipenchef Rolf Grass hatte für die Selektion für St. Gallen die Qual der Wahl. Er durfte fünf Reiter für die Equipe und 10 Einzelreiter auswählen. Er entschied sich für folgende Equipenmitglieder: Christina Liebherr mit No Mercy, Steve Guerdat mit Jalisca Solier oder Tresor, Pius Schwizer mit Carlina, Daniel Etter mit Peu à Peu und letztmals für den St. Galler Markus Fuchs mit La Toya. "Fuchs und Liebherr werden Fixstarter im Nationenpreis sein. Die beiden restlichen Teamplätze werde ich nach dem Aufgalopp im Gründenmoos besetzen", sagte Grass. Er wird erneut eine harte (Selektions)nuss zu knacken haben. Oder wird einer aus dem Trio für die Dernière des Rekord-Internationalen Markus Fuchs (145. Nationenpreis-Einsatz) freiwillig verzichten? No Mercy erstmals in der grossen Tour
Die Weltcup-Vierte Christina Liebherr hat beste Erinnerungen an ihre letzten Auftritte in St. Gallen. Im Vorjahr feierte sie den bejubelten Sieg im Longines-Grand-Prix, 2007 klassierte sie sich hinter Markus Fuchs/Nirmette als hervor-ragende Zweite. Im Gründenmoos startet die 30-jährige Freiburgerin erstmals in dieser Saison mit ihrem 14-jährigen Holländer-Wallach No Mercy in der "grossen Tour", im Nationenpreis und im Grand-Prix. Am CSIO Rom wird der temperamentvolle Springer nur "angestossen", also kleinere Prüfungen bestreiten. Für den Nationenpreis in der Ewigen Stadt ist Robin Hood vorgesehen. Pius Schwizer vertraut im Gründenmoos erneut seiner erst achtjährigen Belgien-Stute Carlina, die in La Baule zwei Nullerrunden drehte. "Nobless ist nach einer Fussprellung und einer Entzündung am Huf noch nicht wettkampftauglich. Sie ist zwar wieder fit und im Training, hat aber noch keinen Sprung gemacht. Sie wird aber Carlina, die mir der in der Westschweiz lebende Belgier François Leiser zur Verfügung stellt, bestens ersetzt. Das Pferd besitzt alle Qualitäten, die einen Crack auszeichnen."
(c) cms-medien.eu Der Weltcup-Achte und Schweizer Meister Steve Guerdat lechzt nach seinen Grosserfolgen in Genf auch mit einem Spitzenresultat in St. Gallen, der Weltcup-Zehnte Daniel Etter möchte die Fortschritte mit Peu à Peu auch im Gründenmoos bestätigen. Die Schweizer Springreiter streben im mit Euro 200'000 ausgeschriebenen Team-Wettbewerb den zwölften Nationenpreissieg im eigenen Land an. Letztmals vermochten die Einheimischen im Jahr 2000 in Luzern den Mannschaftsevent zu gewinnen. In St. Gallen war die Schweiz letztmals 1996 erfolgreich, als das EM-Team-Gold von 1995 bestätigte. Im Vorjahr belegte die Equipe zusammen mit Deutschland hinter Holland Platz zwei. Vor zwei Jahren klassierte sich die Schweiz im Gründenmoos lediglich als Fünfte. Debüt von Wettstein und Züger
Die zehn Startplätze als Einzelreiter hat Grass an folgende Reiter vergeben: Niklaus Schurtenberger, Beat Mändli, Werner und Theo Muff, Jane Richard, Hansueli Sprunger, Paul Estermann, Niklaus Rutschi, Simone Wettstein und Philipp Züger. Schurtenberger startet mit dem championserprobten Cantus von Priska und Paul Erni und dem hoffnungsvollen Ausnahmespringer Opus PSG des St. Galler Gastronomen Peter Schildknecht. Beat Mändli vertraut Louis und Quanta Costa, Werner Muff stellt den viel versprechenden Schweizer Schimmelhengst Campione CH vor. Erstmals in St. Gallen reiten die aus dem st. gallischen Kirchberg stammende Simone Wettstein, die Anfang Juni auf einer neuen Anlage in Thundorf TG eine Trainingsgemeinschaft mit Theo Muff bildet. Debütant im Gründenmoos ist auch Philipp Züger aus Galgenen. Der Schwyzer, Doppel-Europameister im letzten Jahr bei den Jungen Reitern, hat den Sprung zur Elite geschafft und erste bemerkenswerte Resultate am CSI Zürich und am CSIO in Linz geliefert. Starkes deutsches Team
Obwohl die dreifache Weltcupsiegerin Meredith Michaels-Beerbaum in St. Gallen fehlt, stellt Deutschland unter der neuen Leitung von Bundestrainer Otto Becker eine erstklassige Mannschaft: Marcus Ehning (Borken) mit For Germany RD, Noltes Küchengirl und Plot Blue; Max Kühner (München) mit Acantus GK und Coeur de Lion; Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Corradina und Conception; Franke Sloothaak (Borgholzhausen) mit Aquino, Allegro LS La Silla und Nouma D'Auzay; Philipp Weishaupt (Riesenbeck) mit Leoville und Souvenir.. Im Team von Schweden, das am "grünen Tisch" nach dem Abstieg wieder promoviert wurde, ragen der Olympiazweite Rolf-Göran Bengtsson und Malin Baryard-Johnsson, die GP-Zweite in La Baule heraus, die Pferde des bekannten Ostschweizer Sportevent-Veranstalters Philipp Huber reitet. Schweden verblüffte wie die Schweiz beim Freiluft-Start in Frankreich mit dem zweiten Platz, obwohl Svante Johansson das notwendige Stechen gegen Markus Fuchs verloren hatte. Aufgepasst auf "Oranje"
Zweimal in Folge und viermal seit 1999 hat Holland den Nationenpreis der Schweiz gewonnen. Noch nie aber siegte ein Reiter aus dem Team des amtierenden Welt- und Europameisters im Grossen Preis der Schweiz. Das könnte sich dieses Jahr im Longines-GP, der auf die stattliche Gewinnsumme von CHF 300'000 aufgestockt wurde, ändern. Der Weltcupdritte Albert Zoer gehört in jedem Teilnehmerfeld zu den Favoriten. Der letztjährige Aachen-GP-Sieger hegt mit Sam Siegesgelüste. Schwieriger einzuschätzen sind die Iren mit Teamleader Denis Lynch und dem von Ludger Beerbaum erworbenen All Inclusive, Grossbritannien, die USA und Aufsteiger Frankreich. Einzelreiter aus Argentinien (Olympiareiter José Larocca), Kolumbien (René Lopez) und Spanien (Cayetano Martinez de Irujo) vervollständigen das lukrative Teilnehmerfeld.
Quelle: CSIO / MC Bildbeschreibung: Es ist angerichtet - Rolf Lüdi Parcoursbauer am CSIO St. Gallen sorgt für einen spannenden Parcours Fotos vom CSIO in St.Gallen finden Sie online unter: www.cms-medien.eu (Rubrik Reitsport) |