| CSIO Schweiz in St.Gallen |
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Das Schweizer Team So setzt sich die von Rolf Grass zusammengesetzte Schweizer Mannschaft für St. Gallen aus folgenden fünf Paaren zusammen: Christina Liebherr mit No Mercy, Steve Guerdat mit Jalisca Solier, Niklaus Schurtenberger mit Cantus, Pius Schwizer mit Nobless und Daniel Etter mit Peu à Peu. Erst nach dem CSIO Rom und dem Aufgalopp im Gründenmoos wird sich Rolf Grass entscheiden, welches Schweizer Team den Ebenfalls "nur" als Einzelreiter werden in St. Gallen der Weltcupvierte Beat Mändli und der letztjährige EM-Reiter Werner Muff teilnehmen. Mändli verfügt mit Ideo du Thot derzeit lediglich über ein gesundes Spitzenpferd und hat dieses behutsam einzusetzen. Die ausserordentlichen Qualitäten dieses erprobten Paares (u.a. Weltcupsieg 2007 in Las Vegas) sind bekannt. Muffs Plot Blue fiel aus den Traktanden, weil Kathrin Somogyi, die Besitzerin des Hengstes, die Kooperations-Bereitschaft fürs Olympiajahr und die notwendige Planung verweigerte. Sie unterschrieb ein hiefür notwendiges Papier nicht und bestrafte somit ihren Reiter und wohl auch sich selbst. Preisgeld über 700 000 Franken Für viele Reiter und Pferde dient der CSIO Schweiz als Sprungbrett für eine Teilnahme an den Olympischen Spielen im August im fernen China. Die Gesamtpreissumme des CSIO Schweiz wurde im Olympiajahr um 80 000 auf über 700 000 Franken angehoben. Während der Nationenpreis der Samsung Super League with FEI vom Freitag mit 210 000 Franken das höchstdotierte Springen bleibt, wurde das Preisgeld für den Longines Grand Prix am Sonntag um 40 000 auf 200 000 Franken angehoben. Dritthöchstdotierte Prüfung bleibt das traditionelle Grosse Generali Jagdspringen am Samstag mit 80 000 Franken. Der aussagekräftige Olympia-Test in St. Gallen mit den besten acht Reitnationen der Welt umfasst elf internationale Prüfungen. Fixstarter sind die Equipenreiter aus der Samsung Super League (Olympiasieger USA, Welt- und Europameister Holland, der letztjährige Super-League-Gewinner Deutschland, Grossbritannien, Schweden, Belgien, Aufsteiger Irland und Gastgeber Schweiz). Irland, der Europameister von 2001, schaffte den sofortigen Wiederaufstieg aus dem Nations Cup und ersetzt Frankreich, den Weltmeister von 2002, der in den bitteren Apfel des Abstiegs beissen musste und eine saftige Quittung für diverse hausgemachte Querelen erhielt. Aus sieben weiteren Ländern werden in St. Gallen Einzelreiter erwartet. Die Schweiz darf nebst den fünf Teamreitern zwölf Einzelreiter stellen. Erstmals aufgeboten wurde der Ostschweizer Manfred Müller, der GP-Sieger in Humlikon. Und auch die Schweizer Meisterin, die Chamerin Nicole Scheller, steckt nebst den erprobten Fuchs, Mändli, Sprunger, Crotta, Estermann, Rutschi, Theo und Werner Muff und den Amazonen Claudia Gisler und Jane Richard, im Kontingent der Einheimischen.
Nach La Baule und Rom ist St. Gallen die dritte Station der Champions League der Reiter. Erste Freiluft-Resultate und Beobachtungen für eine Olympia-Tauglichkeit liegen nach dem CSIO-Saisonstart in La Baule bereits vor. Im Team-Wettbewerb siegte überraschend Belgien, obwohl Weltmeister Jos Lansink nicht mitritt. Rang zwei teilten sich die USA, Irland und -- erfreulicherweise -- auch die Schweiz, die wie im Vorjahr mit Platz zwei in den prestige- und aussagekräftigen Mannschafts-Wettkampf startete. Die an der EM in Mannheim am Schlusstag vom Pech verfolgte Christina Liebherr bewies mit No Mercy (4+4 Punkte), dass ihr Spitzenpferd die lange Verletzungspause überwunden und den Weg zurück an die Spitze gefunden hat. Steve Guerdat bewies sein Können im Reitsattel mit Jalisca Solier (4+0), Jane Richard verblüffte mit Jalla de Gaverie (8+0), während Pius Schwizers sensible Nobless (8+4) vor allem mit dem mitten im Platz stehenden Teich ihre liebe Mühe bekundete. Doch der in Oensingen domizilierte Luzerner entwarnt: "Diese kleine Schwäche kriegen wir in den Griff. Noch bleiben einige Wochen Zeit, um zu üben." "Wer am CSIO St. Gallen in der Schweizer Equipe reitet, hat beste Voraussetzungen auf eine Olympiaselektion in Hongkong." Diese Aussage machte Rolf Grass zu Saisonbeginn. Sein Votum besitzt auch vor dem CSIO St. Gallen Gültigkeit, wenn man die (vernünftige) Erholungspause für Mändlis Franzosen Ideo du Thot in die Planungen einbezieht. Auch Spitzenpferde anderer Nationen können nicht jedes Turnier bestreiten, ohne an Substanz zu verlieren.
Olympiasieger USA, Deutschland und Welt- und Europameister Holland und vielleicht auch die homogenen Iren mit La-Baule-GP-Sieger Denis Lynch/Lantinus an der Spitze gelten in St. Gallen im Nationenpreis als härteste Konkurrenten der Schweiz. Die USA startet mit ihren Aushängeschildern Anne Kursinski, Will Simpson und Charlie Jayne. Deutschlands Aufgebot umfasst die praktisch feststehenden Olympiareiter Christian Ahlmann, Marco Kutscher und Ludger Beerbaum, der neben Genf-GP-Sieger All Inclusive auch seine millionenschwere Neuerwerwerbung, Coupe de Coeur von René Tebbel präsentieren wird. Holland rückt mit der Siegerequipe des Vorjahres (Vincent Voorn, Albert Zoer, Angelique Hoorn, Piet Raymakers und Gerco Schröder) an. Weltmeister Jos Lansink verstärkt das belgische Siegerteam von La Baule, und die unverwüstlichen britischen Altmeister Michael und John Whitaker führen das stets unberechenbare englische Team an. Von dieser namhaften und erprobten Weltklasse lässt sich Rolf Grass aber nicht einschüchtern: "Ich bin zuversichtlich. Wir kommen allmählich in Schuss. Es besteht kein Zweifel, dass unsere Paare mit den besten mitzuhalten vermögen und wir noch Steigerungspotenzial besitzen. Die Tagesform wird entscheiden." Unmittelbar vor dem letzten EM-Test der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft gegen Liechtenstein in der neuen AFG-Arena werden die Schweizer im Gründenmoos ihren enttäuschenden fünften Platz aus dem Vorjahr zu verbessern trachten. Die Kurse baut erneut der mit viel Gespür für Linien und Distanzen ausgestattete Solothurner Rolf Lüdi, der im Weltcupfinal in Göteborg mit seinen Parcours viel Lob erntete. 2007 gewann der nachmalige Europameister Holland vor Deutschland und den USA den Team-Wettbewerb. Die Schweiz vermochte die Erwartungen nicht zu erfüllen, rehabilierte sich aber im Longines Grand Prix mit dem Doppelsieg von Markus Fuchs auf Nirmette vor Christina Liebherr auf No Mercy, den Beat Mändli mit Ideo du Thot als Vierter zusätzlich noch verschönerte. |
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