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„Prix Delaveau“ – Franzose Patrice Delaveau gewinnt Großen Preis von Twente
( Geesteren/NL) – Der Franzose Patrice Delaveau hat im niederländischen Geesteren den Großen Preis des CSI Twente gewonnen. Vor ausverkauften Tribünen mit begeisterten Zuschauern blieb der 43 Jahre Nationenpreisreiter mit der erst neun Jahre alten Stute Katchina Mail ohne Fehler und durfte den Zündschlüssel eines funkelnagelneuen Volvo V70 in Empfang nehmen. Delaveau war knapp zwei Sekunden schneller als der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit dem Holsteiner Hengst Coupe de Coeur, der einen sehr konzentrierten Eindruck hinterließ. Für Beerbaum hat sich der Flugtransfer aus dem portugiesischen Estoril in die Niederlande damit schon gelohnt, denn auch für den Zweitplatzierten gab es ein neues Auto ebenso wie für den Dritten, den Italiener Giovanni Govoni mit Joyau d`Opal.
Bester Niederländer war der Holländische Meister Jur Vrieling mit dem Wallach Emmerton und zum Publikumslieblin avancierte die Amazone Mareille Schröder mit ihrem Pino, denn die junge Reiterin ritt im zweiten Umlauf des Großen Preises zügig drauflos, um zu gewinnen. Da mochte auch Bondscoach Rob Ehrens nicht mit Komplimenten sparen. Der niederländische Nationaltrainer gab bekannt, dass der vor wenigen Tagen gestürzte Albert Zoer nach seinem Beinbruch bereits wieder zuhause in Echten sei und derzeit von italienischen Physiotherapeuten seine Krankenunterlagen überprüfen lasse. Zoer erhofft sich von den Experten einen beschleunigten Heilungsverlauf. Ehrens nutzte die Gelegenheit, sich möglichst viele seiner verbliebenen potentiellen Olympiakandidaten anzuschauen. CSI Twente „baut“ um Das CSI Twente wird sein Programm in Zukunft ein wenig umbauen, wie Gerard Maathuis, seit Jahrzehnten Chef des Vier-Sterne-Turniers, ankündigte. Insgesamt 68 Kandidaten bewrben sich um den mit 140.000 Euro dotierten Preis, darunter auch Reiter, die noch nicht ihre Olympia-Qualifikation in der Tasche haben. Brasilien etwa muss noch den „vierten Mann“ qualifizieren und deshalb traten gleich mehrere Kandidaten in Geesteren an. Künftig verlangt der Weltreiterverband FEI von den Veranstaltern der CSI 4* und CSI5* nur noch maximal 50 Starter im Großen Preis zu zulassen. „Das werden wir auch berücksichtigen“, so Gerard Maathuis, aber dann werde es eine zweite Tour geben, aus der sich Reiter sportlich für den Grand Prix qualifizieren können. Grolsch-Trophy, Großer Preis von Twente:
1. Patrice Delaveau (Frankreich) mit Katchina Mail 0 Strafpunkte/ 46,21 Sekunden, 2. Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Coupe de Coeur 0/ 48,25, 3. Gianni Govoni (Italien) Joyau d`Opal 0/ 51,11, 4. Jur Vrieling (Niederlande) mit Emmerton 0/ 51,38, 5. Vincent Voorn (Niederlande) mit Alpapillon Armanie 0/ 54,15, 6. Eric van der Vleuten (Niederlande) mit Tomboy 1/ 62,33.
Quelle: comtainment.de Fotos: www.reitsportfotos.eu |