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Charlotte Lund gewinnt den Preis der Deutschen Kreditbank in Neustadt/Dosse
Neustadt/Dosse – Einen dänischen Sieg gab es im Hauptspringen des CSI Neustadt/Dosse am Sonnabend im Preis der Deutschen Kreditbank. Die Nationenpreis-Reiterin Charlotte Lund konnte am dritten Tag des 9. CSI auf dem brandenburgischen Haupt- und Landgestüt den Sieg in diesem mit insgesamt 10 000 Euro dotierten Springen erringen. Im Stechen der S-Prüfung mit Hindernissen bis 1,50 Meter Höhe legte die 28-jährige Berufsreiterin unter 15 Teilnehmern die schnellste von sechs fehlerfreien Runden hin und kassierte 2500 Euro Siegprämie.
In der Siegerrunde mit sieben ausländischen und acht deutschen Startern gewann die Amazone, die in den kommenden Wochen auf eine Anlage vor den Toren Hamburgs umzieht und mit dem WM-Einzeldritten von 1994 Sören von Rönne liiert ist, mit 13 Hunderstelsekunden Vorsprung vor dem Schweizer Theo Muff auf Karonda (0/38,78) und dem Niederländer Mathijs van Asten (0/39,42), Bruder des Oranje-Auswahlreiters Leopold van Asten, der in Mannheim 2007 mit den Holländern Team-Europameister geworden war. Vierter und damit bester Deutscher, die mithin ohne Podestplatzierung blieben, wurde der Holsteiner Andreas Ripke (0/39,57). Marcus Ehning (Borken), zweifacher Weltcup-Gesamtsieger, hatte im Normalumlauf mit der 9-jährigen Stute Sabrina einen Abwurf und verfehlte das Stechen knapp. Der 33-jährige belegte am Ende Platz 23 unter 57 Startern. Lund war als zwölfte Reiterin des Stechens auf den mittelschweren Parcours gegangen und wurde vom Publikum in der mit 2000Zuschauern ausverkauften Graf-von-Lindenau-Halle für ihren couragierten Auftritt begeistert gefeiert. „Andante ist sehr gesprungen und hat wunderbar mitgemacht“, lobte die Tochter des einstigen Profifußballers Flemming Lund (u.a. Fortuna Düsseldorf) ihren Vierbeiner. Die Dänin war bereits mehrfach Gast beim Neustädter Turnier und hatte eine Reihe von Vorderplätzen belegt. „Das jetzt aber ist mein bisher größter Erfolg bei diesem bestens organisierten CSI, das den Reitern viele Einsatzmöglichkeiten bietet und glänzend organisiert ist“, sagte sie. Auch am Samstag war die Stimmung in der Halle großartig. „Wir stoßen immer mehr an unsere Kapazitätsgrenzen, hatten nach dreieinhalb Tagen bereits 12 000 Zuschauer. Mehr passt nicht in die Halle“, resümierte CSI-Turnierleiter Herbert Ulonska (Hamburg).
Quelle: comtainment.de |