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CICO Aachen: Deutsche Mannschaft weiter ungeschlagen
Aachen (fn-press). Die deutsche Vielseitigkeits-Mannschaft hat zum vierten Mal in Folge den Nationenpreis beim CHIO gewonnen und ist damit seit der Hinzunahme dieser Disziplin in Aachen im Jahr 2007 ungeschlagen. Der Sieg in der Einzelwertung blieb aber erstmals nicht in Deutschland. Das beste Ergebnis nach den drei Teilprüfungen Dressur, Springen und Geländeritt erzielte der Neuseeländer Andrew Nicholson mit Nereon. Andreas Dibowski (Döhle), Vorjahressieger mit FRH Serve Well, wurde mit Euroridings Butts Leon zum wiederholten Male in jüngster Zeit Zweiter. Neben dem Mannschafts-Olympiasieger hatten die Bundestrainer dessen Teamkollegin Ingrid Klimke (Münster) mit FRH Butts Abraxxas, den EM-Dritten von 2009, Michael Jung (Horb) mit Weidezaunprofi's River of Joy und Dirk Schrade (Sprockhövel) ins Nationenpreisteam berufen. Dessen Pferd King Artus fiel allerdings nach der Dressur wegen einer leichten Lahmheit aus, so dass das verbliebene Trio in Springen und Gelände alleine um den Sieg kämpfen musste.
Im Parcours schrumpfte der Vorsprung der Deutschen von knapp 15 auf acht Punkte zusammen, die diese allerdings im Gelände behaupten konnten. Geschuldet war dies insbesondere den beiden schnellen Nullrunden der beiden Mannschafts-Olympiasieger, die sich nur wenige Punkte für Zeitüberschreitung zu ihrem Dressurergebnis hinzuaddieren lassen mussten. Michael Jung, mit dem Strzegom-Sieger River of Joy, nach Dressur noch führend, hatte im Gelände dagegen überraschend eine Verweigerung an Hindernis 22, "Ecke mit Hecke", dem letzten Sprung vor der letzten Runde durch das Soerser Springstadion. Er kassierte dafür 20 Strafpunkte und landete damit auf Platz 18 der Gesamtwertung. Zuvor hatte Jung allerdings bereits bewiesen, dass er in der Lage ist, "auf den Punkt zu reiten". Mit seinem Zweitpferd Leopin ging er am Samstagmorgen als erster Starter auf die rund 3.800 Meter lange Geländestrecke, blieb fehlerfrei und kam auf die Sekunde genau nach sechs Minuten und 40 Sekunden ins Ziel. Er war der Einzige, der die ursprüngliche Strecke ohne Zeitfehler beendete. Nur zwei Paaren gelang dies später ebenfalls - Dirk Schrade mit seinem zweiten Pferd Gadget de la Cere und dem Sieger Andrew Nicholson. Sie allerdings mussten ein Hindernis weniger nehmen, da der Sprung 10a/b, die Normandie Bank, aus dem Kurs genommen worden war. Der neuntletzte Teilnehmer, Vizeweltmeister Clayton Fredericks (Australien), hatte hier mit Be My Guest eine Verweigerung, bei der zwar Ross und Reiter unbeschadet blieben, aber nicht der Sprung selbst. Da eine Reparatur in kurzer Zeit nicht möglich war, wurde das Hindernis aus der Prüfung genommen. Allen Reitern, die zuvor die Strecke beendet hatten, wurden etwaige Fehler an diesem Sprung gestrichen und fünf Sekunden vergütet - außer Jung, dem dieser Bonus auch nichts genutzt hätte. Für seine Nullrunde wurde er mit Platz drei in der Endabrechnung belohnt. Dirk Schrade, der die Prüfung punktegleich mit Jung beendete, wurde wegen des schlechteren Springergebnisses Vierter. Ingrid Klimke landete auf Platz sechs. Ebenfalls noch in der Platzierung beendete ihr Teamkollege von Hongkong, Peter Thomsen (Lindewitt) mit Cayenne. Das Paar wurde 14. Quelle: fn-press/ Uta Helkenberg Foto: www.cms-medien.eu |