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CHI Donaueschingen und Martin Schaudt
Das Internationale S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier in Donaueschingen hat für Weltklasse-Reiter Martin Schaudt von je her eine besondere Bedeutung. Schon als kleiner Knirps besuchte er zusammen mit seinem Vater Dr. Heinz-Günther Schaudt und seinem Bruder Jens das Traditionsturnier: „Donaueschingen war in unserem Kalender immer ein Pflichttermin“, erinnert sich der 48-Jährige. Vor allem die Dressur faszinierte den Jugendlichen. „Ich saß am Viereck und habe immer gestaunt, wie flüssig und ohne Fehler die Top-Reiter mit ihren Pferden die Wechsel gesprungen sind. Bei mir zuhause wollte nicht mal einer klappen“, schmunzelt der Mannschaftsolympiasieger von 1996 und 2004.
Die Liebe zum Reitsport entdeckte der Erfolgsreiter aus Onstmettingen durch seinen Vater. Zunächst nicht von Pferden begeistert, machte er mit Ponys erste Versuche im Sattel und entschloss sich dann doch, auf die größere Version umzusteigen. Allerdings war zu Beginn der Karriere von Martin Schaudt nicht das Viereck die sportliche Bühne, sondern der Busch. Mit 16 Jahren wurde er bereits baden-württembergischer Juniorenmeister – sein Können erkannten auch die Funktionäre. Der Talentierte wurde in den C-Kader aufgenommen und wechselte von Baden-Württemberg in die Bundeswehrsportkompanie nach Warendorf. Diese Station entpuppte sich als entscheidend für die weitere Laufbahn des Ausnahmeathleten. „Unser damaliger Ausbilder, Siegfried Peilicke, der früherer Bundestrainer der Jungen Reiter und Junioren, hat in mir die Neugier für die Dressur geweckt. Er hatte sich um mich gekümmert, weil mein Pferd relativ gute Dressuranlagen gezeigt hatte im Vergleich zu den Vollblütern der anderen“, denkt Martin Schaudt zurück. Sein Pferd war der Hannoveraner Egbert v. Escord, dem die Begabung für das Gelände und das Springen fehlte, der aber im Viereck zur Höchstform auflief. Das Paar arbeitete sich unermüdlich im Dressur-Turnierzirkus nach oben und wurde schnell belohnt: Gemeinsam feierten sie erste Plätze in einer S-Dressur und im Grand Prix und 1985 wurde der Erfolgreiche für seine Siege in der schweren Klasse mit dem Goldenen Reiterabzeichen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ausgezeichnet. Nach einer Lehre zum Industriekaufmann und einem Jurastudium widmete sich Martin Schaudt mit einem eigenen Ausbildungs- und Turnierstall ganz seiner Passion der Reiterei. Als Autodidakt konzentriert er sich auf die Ausbildung von jungen Tieren bis zur schweren Klasse. „Jedes Pferd, mit dem sich S geritten bin, habe ich selber ausgebildet. Ich glaube, dass ist schon eher die Ausnahme unter den Berufsreitern. Ich habe am liebsten junge Pferde. Über drei bis vier Jahre bilde ich sie in kontinuierlicher Kleinarbeit aus. Das ist Teil meiner ganz persönlichen Arbeitsweise“, berichtet der Profi von seinem Erfolgsrezept, dem Weltpferde wie Loriot, Durgo, Weltall VA und Evis VA entstammen. Die sportlichen Leistungen von Martin Schaudt lesen sich beeindruckend: Neben zahlreichen Siegen in Nationenpreisen und bei hochkarätigen Prüfungen wie beim CHIO in Aachen und bei den German Masters in Stuttgart wurde er drei Mal Deutscher Meister (1994, 1997, 2004), drei Mal Vizemeister (1995, 1996, 2001) und zwei Mal bekam er die Bronzemedaille umgehängt (2003, 2005). Vor allem auf internationalen Championaten macht der Baden-Württemberger regelmäßig auf sich aufmerksam: 1995 errang er mit dem Team bei den Europameisterschaften das goldene Edelmetall und auch bei den Olympischen Spielen 1996 und 2004 trug Martin Schaudt mit seinen Erfolgspferden Durgo und Weltall VA einen wesentlichen Anteil zur Goldmedaille bei. Beim 51. Internationalen S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier in Donaueschingen vom 13. bis 16. September tritt Martin Schaudt in diesem Jahr erstmals als Botschafter der Dressur auf. Das Turnier liegt ihm besonders am Herzen, schließlich erritt er sich in den Fürstlichen Fürstenbergischen Parkanlagen seine ersten internationale Erfolge. „Als Botschafter des CHI freue ich mich besonders, dass die Dressur nach Donaueschingen zurückgekehrt ist“, strahlt Martin Schaudt. „Und mit dem Nürnberger Burgpokal und dem AlpenChampionat wurden zwei wertvolle Serien für den vier- und zweibeinigen Nachwuchs in das Programm integriert.“
Quelle: escon-marketing.com Fotos: www.reitsportfotos.eu |