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„Cool wie ein Profi“ Warendorf (fn-press). Mit 13 Jahren ist sie cool wie ein Profi. Hochkonzentriert spult Laura Klaphake (Steinfeld) mit ihrem Weser-Ems Pony Handsome Boy WE v. Hasko – Nevado aus der Zucht von Hendrik Moss in Neuenhaus den Parcours ab. Einen Unterschied zwischen einer lockeren Trainingsrunde und dem Finale der sechsjährigen Springponys beim Bundeschampionat in Warendorf vor rund 3.000 Zuschauern scheint es für sie nicht zu geben. Selbst der begeisterte Kommentar von Fritz Lutter (Warendorf), Bundestrainer der Pony-Vielseitigkeitsreiter, nimmt sie am Ende ihrer fehlerfreien Rund ohne merkliche Regung zur Kenntnis: „Ein souveräner Ritt mit rhythmisch, harmonischem Galopp und so wie er galoppiert, springt er auch ... Wertnote 8,6!“
Diese Coolness ist ihr Erfolgsrezept. Nach dem Mannschaftserfolg bei den Pony-Europameisterschaften und dem Gewinn der Deutschen Meisterschaften mit ihrem Top-Pony Jerome blieb die 13-jährige Ponyreiterin auch beim Bundeschampionat in Warendorf auf der Siegerstraße. Die Wertnote 8,6 reichte am Ende zum klaren Sieg bei den sechsjährigen Springponys. Mit Rang zwei in der Einlaufprüfung hatte das Paar zuvor schon ihre Klasse unter Beweis gestellt. „Diese Professionalität ist Lauras Stärke in jedem Wettbewerb,“ unterstrich Peter Teeuwen, Bundestrainer der Pony-Springreiter. „Ich reite seit ich denken kann,“ ließ sie sich schließlich im Interview nach dem Siegerritt entlocken. „Eigentlich saß sie schon auf ihrem ersten Shetty als sie noch gar nicht richtig laufen konnte. Und Ponys sind seitdem ihr Leben,“ ergänzten ihre Eltern und strahlen angesichts des Erfolgsrittes umso mehr. Sie freuten sich nicht nur mit ihrer Tochter, sondern auch über ihre gute Spürnase beim Erwerb des Siegerponys. Vierjährig wurde Handsome Boy WE als Dressurpony bei der Auktion in Vechta angeboten. Da er sich aber auch am Sprung nicht ganz ungeschickt zeigte, schlug Familie Klaphake zu. Silber sicherten sich der Fuchswallach Neckarmann v. Neckar – Heros (Züchterin: Anna-Kristina Lübbers, Rhede) und Philip Bölle (Haselünne). Die Wertnote 8,4 gab es für das Pony, das nach Ansicht des Richtergremiums „absolut auf dem richtigen Weg ist und sehr ökonomisch und im Gleichgewicht springt“. Über Bronze freuten sich Eva-Maria Pothmann (Heek-Nienborg) und die Schimmelstute Daisy v. Doolittle – Nobel aus der Zucht von Heinrich Rose in Heek. Mit toller Manier ausgestattet lobten die Richter vor allem die Cleverness der Stute, die sich auch mal selbst zurücknahm, wenn ein Hinderniss nicht optimal angeritten wurde. Etwas Pech hatte dagegen Carolin Brandt (Osnabrück), die den erfolgreichsten von insgesamt sieben Mentos-Nachkommen im 18-köpfigen Starterfeld am Finaltag präsentierte. Der Fuchs Matchello K aus der Zucht von Gerd Schulte-Geldermann in Kranenburg kam so unpassend in die letzte Distanz, dass ein Springfehler unausweichlich war. Von der Gesamtwertnote 8,6 blieben damit am Ende nur 8,1 und damit Rang vier übrig. Das Paar hatte sich erst mit einem überlegenen Sieg im kleinen Finale am Samstag für das sonntägliche Finale qualifiziert.
Quelle: fn-press/ L. Homann Fotos: www.reitsportfotos.com |