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Bundeschampionate Reitpferde und -ponys | Bundeschampionate Reitpferde und -ponys |
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Fremdreiter gaben den Ausschlag Warendorf (fn-press). Das Aufeinandertreffen der drei- und vierjährigen Reitpferde gilt als „Königsdisziplin“ bei den Bundeschampionaten in Warendorf und ist bei Züchtern, Reitern und Zuschauern gleichermaßen beliebt. Mit besonderer Spannung erwartet wird dabei jedes Mal der Fremdreitertest, bei dem bekannte Reiter die ihnen unbekannten Youngsters reiten und beurteilen. Nicht nur einmal waren sie das berühmte „Zünglein an der Waage“ und entschieden über die Vergabe des Lorbeerkranzes. So auch in diesem Jahr beim Bundeschampionat des vierjährigen Reitpferdehengste. Neu war in diesem Jahr, dass die Noten der beiden Fremdreiter nicht mehr einzeln ausgewiesen wurden. „Es wurde in jüngerer Zeit immer schwerer, Fremdreiter zu finden. Durch die Neuregelung ist das nun ein bisschen einfacher geworden und außerdem fällt es diesen leichter, ihren wahren Eindruck – ohne zusätzlich Druck - auch in Noten auszudrücken“, erläutert Dr. Teresa Dohms, Bereichsleiterin Reitpferde und stellvertretende Geschäftsführerin des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) diese Änderung. Auch an der im vergangenen Jahr neu eingeführten Reitpferdeaufgabe, wie sie die Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) ab 2008 vorsieht, gab es leichte Veränderungen. Um das Seitenbild bei den Dreijährigen im Schritt besser beurteilen zu können, wurde durch die „ganze“ statt durch die „halbe Bahn“ gewechselt. Außerdem musste bei den Vierjährigen nicht mehr direkt aus dem Trab gehalten werden, vielmehr durften die Pferde über Schritt zum Halten kommen. „Die Entscheidung, dem Alter und Ausbildungsstand eines jungen Pferdes durch angemessenere Aufgaben mehr entgegenzukommen, wurde durch harmonische und nur selten übereilte Ritte bestätigt. Spektakuläre Schautritte wurden weitgehend vermieden“, so Dr. Dohms. Vierjährige Reitpferdehengste: Freudenfest für Bayern Einen wahren Krimi erlebten die Zuschauer beim Finale der vierjährigen Hengste. Der Sieg des in Bayern gezogenen Schimmelhengstes Birkhof´s Denario (v. Denaro – Fair Play) kam für die viele Besucher ein wenig überraschend und ist ein Ergebnis des Fremdreitertests. In der Finalqualifikation belegte der Hengst aus der Zucht von Manfred Lauber (Untrasried) und im Besitz der Familie Casper (Donzdorf) noch Platz vier. Während die Zuschauer im ersten Teil des Finales den Schimmel bereits zum Publikumsliebling erklärten, sahen die Richter diesen noch an dritter Stelle. Birkhof’s Denario, 2005 Sieger auf der Süddeutschen Körung war und im 30-Tage-Test, fiel durch seine „wunderbare und natürlich Selbsthaltung“ auf und überzeugte die Richter Peter Holler (Koblenz), Dr. Carsten Munk (Kassel) und Dr. Dietrich Plewa (Germersheim) besonders im Trab durch Dynamik, Schwung, Schubkraft und eine konstante Bergauf-Tendenz. So schön, wie Birkhof’s Denario unter seiner Reiterin Nicole Casper (Donzdorf) aussah, musste er sich auch bei den beiden Fremdreitern Katja Camp (Geldern) und Arnd Erben (Wettringen) angefühlt haben, denn beide gaben Bestnoten (19,0) für den bayerische Schimmelhengst. Der dunkelbraune Hengst Rock Forever v. Rockwell – Landstreicher, der von Henrike Sommer (Nottuln) vorgestellt wurde und allgemein als Favorit galt, wirkte dagegen im Fremdreitertest - besonders im Trab - etwas matt. So ergaben die Fremdreiternoten in Addition zu den Noten der Richtergruppe einen Gleichstand (Wertnotensumme 61,5) zwischen dem bis dahin an erster Stelle rangierten westfälischen Hengst und dem an dritter Stelle platzierten Birkhof’s Denario, der damit laut Reglement die Nase vorn hatte. Rock Forever rutschte auf den zweiten Platz ab und wurde Vize-Champion. Trotz ihrer Enttäuschung betonte dessen Reiterin Henrike Sommer (Nottuln), dass eine solche Umrangierung durch die Fremdreiternoten auch ihr schon einmal zu Gute gekommen sei, und erwies sich somit als eine faire „Verliererin“. Rock Forever stammt aus der Zucht von Maria und Heinz Könemann (Gronau) und ist im Besitz der Hengststation Holkenbrink in Münster. 2006 gewann er die Bronzemedaille bei den dreijährigen Reitpferdehengsten und siegte in diesem Jahr souverän in der Finalqualifikation und lag auch nach dem ersten Teil der Finalprüfung in Führung. Besonders der „gut durchgesprungene Bergauf-Galopp“ und der „nahezu perfekte Schritt“ ließen Bruno Six (Wolnzach), der wie in jedem Jahr die Finalprüfungen für das Publikum mit seinem bayerischen Charme kommentierte, ins Schwärmen geraten. Er bezeichnete den braunen Hengst als „Zuckerl“ mit einer „Galoppade und einem Schritt vom Feinsten“. Die Bronzemedaille ging an den in Hannover gezogenen Hengst Dark Desire v. Don Frederico – Weltmeyer aus der Zucht von Günther Heller (Gifhorn) und im Besitz der Zuchtgemeinschaft Beate Wojaczek GbR (Wetschen). Der von seiner Anna-Sophie Fiebelkorn (Verden) präsentierte Rapphengst rangierte vor dem Fremdreitertest noch an zweiter Stelle und war „in seiner Bewegungsdynamik und seinem Raumgriff im Galopp kaum zu toppen“. Mit einer Wertnotensumme von 61,0 rangierte er am Ende nur knapp hinter Birkhof’s Denario und Rock Forever. Dreijährige Reitpferdehengste: Er kam, sah und siegte Hatten nur Insider mit dem Sieg von Birkhof’s Denario gerechnet, sorgte der Sieger bei den dreijährigen Reitpferdehengsten für wenig Überraschungen. Überlegen gewann der in Hannover gezogene dunkelbraune Hengst Benetton v. Brentano II aus einer Rotspon-Mutter (Züchter und Besitzer: Axel Windeler, Verden) bereits die Qualifikation (Wertnote 9,5) und konnte Richter und Zuschauer auch im Finale überzeugen: Der Hengst war bei den Reitpferden das einzige Pferd, bei dem alle Wertnoten über 9,0 lagen. Für seinen von Bruno Six kommentierten „unerschütterlichen, durch den Körper gehenden Schritt“, den die Richtergruppe um Martin Richenhagen (Ostbevern), Reinhard Uhlig (Arzberg/Nichtewitz) und Jürgen Uthoff (Bielefeld) als das „Optimum an Bewegungsqualität“ bezeichneten, erhielt er in allen Prüfungen sogar die 10,0. Kraftvoll und dynamisch wurde der Galopp beschrieben, für den sogar „das Viereck zu klein“ schien. Die Reiterin Anna-Sophie Fiebelkorn stellte mit Benetton einen Hengst vor, der laut Kommentar „fürs große Viereck geboren“ ist. Vize-Champion wurde der im Gesamteindruck als „charmant, liebenswert und leichtfüßig“ beschriebene Trakehnerhengst Zauberfürst v. Interconti – Caprimond. Vorgestellt wurde der Hengst von Friederike Schulz-Wallner (München), die es verstand ihn im Trab und Galopp in einer „leichten, natürlichen Bergauf-Tendenz bei innerer Losgelassenheit und mit dem richtigen Antrieb“ zu präsentieren. Die Bronzemedaille ging an den im Rheinland gezogenen Hengst Lord Fantastic v. Lord Loxley aus einer Mutter v. Roncalli xx. Züchterin ist Myriam Freifrau von Loe, Besitzer des braunen Hengstes ist die Stiftung des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts. Als „charmanten Vertreter unserer Sportpferderasse“ kommentierte Bruno Six den von Christian Flamm (Neustadt/Dosse) vorgestellten Lord Fantastic, der besonders durch seine Leichtfüßigkeit und seinen tadellosen Schritt beeindruckte. Die Rangierung der Richter blieb auch nach dem Fremdreitertest durch die beiden Fremdreiterinnen Anna Junkmann (Warendorf) und Nadine Plaster (Salach) bestehen. Alle drei Pferde erhielten die Wertnotensumme 18,5. Vierjährige Reitpferdestuten und -wallache: Silberaster erneut Championesse Eine „alte Bekannte“ siegte in der Konkurrenz der vierjährigen Reitpferdestuten und -wallache. Als drittes Pferd nach Lord Sinclair und Rusty gelang es der von Helen Langehanenberg (Havixbeck) gerittenen Stute Silberaster v. Sandro Hit – Canaster sowohl bei den dreijährigen als auch bei den vierjährigen Reitpferden das Bundeschampionat zu gewinnen. Die Richter Peter Holler, Dr. Carsten Munk und Dr. Dietrich Plewa lobten die „Dynamik, Aktivität und sehr gute Vorderbeintechnik“ der aus der Zucht von Tammo Francksen (Butjadingen) und im Besitz von Ludger Bührmann (Bühren) befindlichen schwarzbraunen Stute, deren Galopp und Schritt „nahezu an Perfektion grenzten“ (Wertnote 9,5). So gab es lediglich Abzüge im Gesamteindruck, denn gutes Benehmen hat sie noch immer nicht gelernt: Silberaster, die im vergangenen Jahr von Andrea Müller-Kersten (Vechta) beim Absatteln und Vorstellen an der Hand schwer zu bändigen war, zeigte sich auch während des diesjährigen Finales nicht von ihrer besten Seite. Im Fremdreitertest glänzte sie allerdings wieder und präsentierte sich unter dem Sattel nahezu optimal, was die Fremdreiter Katja Camp und Arnd Erben mit der höchsten Gesamtwertnotensumme (19,5) belohnten. Für Helen Langehaneberg war Silberaster der dritte Bundeschampion, den sie an diesem Tag präsentierte. Neben der Oldenburger Rappstute ritt sie auch Cara Mia bei den vierjährigen Reitponystuten und Fürst Khevenhüller bei den fünfjährigen Dressurpferden zum Sieg. Der Titel des Vize-Champions wurde gleich zweimal verliehen und ging an die in Hannover gezogenen Pferde Donna Cortina v. Don Frederico – Castro aus der Zucht von Heinrich Criegee (Schüttorf) und im Besitz von Heinrich Gießelmann (Barver) und London v. Londonderry – Weltmeyer (Züchter: Fenna Schulte-Landwehr (Suddendorf), Besitzer: Hof Kassemann KG, Hagen). Die Fuchsstute Donna Cortina, vorgestellt von Jan-Dirk Gießelmann (Barver), überzeugte im Trab und Galopp durch Elastizität und ein fleißiges Hinterbein, „das immer dran ist“. Zunächst noch an dritter Stelle rangiert, kam der Stute der Fremdreitertest zu Gute, in dem sie mit dem Fuchswallach London gleichzog, der von Insa Hansen (Hagen) präsentiert wurde. Knapp geschlagen geben musste sich Jan-Dirk Gießelmann mit seinem zweiten Pferd, der leichtfüßigen in Hannover gezogenen Stute Rihanna (v. Rohdiamant – Werther, Züchter und Besitzer: Heinrich Gießelmann). Im Vorjahr noch Vize-Champion bei den dreijährigen Reitpferden, landete sie dieses Jahr in der Endabrechnung auf dem vierten Platz. Dreijährige Reitpferdestuten und -wallache: Auch bei den dreijährigen Reitpferdestuten und -wallachen setzte sich die Favoritin durch. Zwar landete die im Rheinland gezogene Rappstute FS La Noir v. Lord Loxley aus einer Lucito-Mutter in der Finalqualifikation noch auf Rang zwei (8,7) hinter dem von Tessa Frank (Timmerloh) vorgestellten Hannoveraner Fuchs-Wallach Rodrigo v. Riverside – Hohenstein (8,9). Im Finale kam jedoch keiner mehr an ihr vorbei. Jana Freund (Weeze) spielte ihre jahrelange Erfahrung als Bundeschampionatsreiterin aus und konnte sowohl die Richtergruppe als auch das Publikum von der hohen Qualität der Stute überzeugen. Die Richtergruppe, bestehend aus Martin Richenhagen, Reinhard Uhlig und Jürgen Uthoff, war begeistert „von dem Erscheinungsbild und der Eleganz der Stute, die sich in ihren Bewegungen scheinbar völlig mühelos, mit einer natürlichen Selbsthaltung und einer kaum zu überbietenden Leichtigkeit“ zeigte und vergab für Trab, Galopp und Gesamteindruck jeweils die 9,5. Die Kommentare von Bruno Six zu FS La Noir: „So muss ein Reitpferd ausschauen – ein Sportler durch und durch“, fanden große Zustimmung. Auch den beiden Fremdreiterinnen Anna Junkmann und Nadine Plaster (Salach) gefiel die Stute aus der Zucht und im Besitz des Ferienhofs Stücker in Weeze und sie vergaben für die Rittigkeit zusammen 18,5 Punkte. FS La Noirs Reiterin Jana Freund feierte mit diesen zugleich ihren 18. Titel bei den Bundeschampionaten – ein bisher einsamer Rekord. Vize-Champion bei den dreijährigen Stuten und Wallachen wurde der in Hannover gezogene Stepdancer v. Sandro Hit – De Niro, der nach der Finalqualifikation noch auf dem vierten Rang lag (8,5). Züchter dieses dunkelbraunen Wallachs ist Friedhelm Vehlber (Rahden), Besitzerin ist Sonja Knoop aus Meppen. Der von Reiter Holga Finken (Kirchwalsede) vorgestellte Stepdancer überzeugte die Richter vor allem durch seine energischen Grundgangarten und eine gute Mechanik. Laut Bruno Six hat dieser Wallach „alles, was ein Pferd haben muss“. Qualifikationssieger Rodrigo aus der Zucht von Otto Walter (Lamstedt) und im Besitz von Ulrich Gustävel (Ebstorf) kam im Finale auf den dritten Rang und konnte sich auch durch den Fremdreitertest (17,0) nicht weiter nach vorne schieben. Von Bruno Six wurde er als „Sportler mit der richtigen Einstellung, der immer bei der Sache ist“ beschrieben. Besonders hervorgehoben wurde auch seine innere und äußere Losgelassenheit. Vierjährige Hengste: Champion und Vize-Champion für Geertje Hesse Ins Schwärmen gerieten viele Zuschauer beim Anblick des Bundeschampions der vierjährigen Reitponyhengste. Geertje Hesse (Wegberg) verstand es den im Rheinland gezogenen Der kleine Prints v. Don Joshi AT aus einer Diddi Keeps Cool-Mutter reiterlich hervorragend zu präsentieren. Im Trab bewegte er sich in der gewünschten natürlichen Selbsthaltung und überzeugte die Richter Martin Richenhagen, Reinhard Uhlig und Jürgen Uthoff mit „energischem Antritt und großer Schwebephase“. Bruno Six beschrieb den Falbenhengst als „charmant mit viel Ausdruck im Gesicht“. Mit der „Arbeit“ der beiden Fremdreiterinnen Dr. Katja Weißbrod (Kaiserslautern) und Kira Wulferding (Wildeshausen) sichtlich zufrieden war die Richtergruppe, die beim Anblick des „kleinen Printsen“ unter den Fremdreiterinnen Beifall klatschte. Und auch die Damen selbst waren begeistert und vergaben eine Wertnotensumme von 19,5. Züchter und Besitzer des neuen Champions Hengstes ist der Zuchthof Claren (Pulheim), der mit Der kleine Prints bereits den vierten Bundeschampion gezogen hat. Vize-Champion wurde der in Westfalen gezogene Hengst Ghost v. Going Top – Dublin. Der dunkelbraune Hengst aus der Zucht von Viktor Röring (Ahaus) und im Besitz von Mathias Krieg wurde wie Der kleine Prints von Geertje Hesse vorgestellt. Ghost war bereits im letzten Jahr Vize-Champions bei den dreijährigen Ponyhengsten. Bruno Six kommentierte den Auftritt des Hengstes als „Show“, dessen Trab er als „energisch, dynamisch und aktiv im Hinterbein“ bezeichnete. Musste sich FS Dior de Luxe v. FS Don´t Worry – Golden Dancer im letzten Jahr bei den dreijährigen Ponyhengsten noch mit „Blech“ (Platz vier) zufrieden geben, konnte er in diesem Jahr die Richter überzeugen und die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen. Vorgestellt wurde der im Rheinland gezogene Hengst von Chiara Jansen (Moers). Von Christiane Wilbers (Weeze) gezogen und im Besitz des Ferienhofs Stücker ließ er „keine Wünsche offen“. Dreijährige Hengste: Zukunft der deutschen Ponyzucht Das Finale der dreijährigen Reitponyhengste war einmal mehr ein Blick in die Zukunft der deutschen Ponyzucht. Noir de Luxe, so heißt der neue Bundeschampion bei den dreijährigen Reitponyhengsten. Der in Hannover von seiner Besitzerin Frauke Lindemann (Lilienthal) gezogene Ponyhengst von Heidbergs Nancho Nova – Valido beeindruckte sowohl durch sein äußeres Erscheinungsbild als auch durch seine enorme Bewegungsqualität, die er in allen Grundgangarten unter seiner Reiterin Jana Freund ausdrucksstark zeigte. Sein aktiver und elastischer Trab mit viel Schulterfreiheit und „Gummi im Rücken“ wurde von den Richtern Peter Holler, Dr. Carsten Munk und Dr. Dietrich Plewa in der Qualifikation und auch im Finale mit einer 9,5 benotet. Im Galopp präsentierte sich der Hengst nach den Worten des Kommentators Bruno Six „ausgesprochen elegant, ohne Hektik, mit wunderbarer Bergauf-Tendenz und immer über den Rücken nach vorne gesprungen“. Und auch im Schritt konnte man bei dem sehr gelassenen Hengst seine Aktivität und seinen Raumgriff gut erkennen. Vize-Champion bei den dreijährigen Reitponyhengsten wurde der in Westfalen gezogene Dance Star AT v. Dressmann I – Folklore, der besonders durch sein hervorragendes Modell und seine gute Konstitution auffiel. Bruno Six beschrieb ihn als „Topmodell mit enormem Ausdruck und einer schönen Oberlinie, die man sich nicht besser vorstellen kann“. Züchter und Besitzer dieses Hengstes ist Adolf-Theo Schurf (Bedburg). Aber auch seine Grundgangarten, in denen er sich unter seiner Reiterin Daniela Waxenberger (Bedburg) immer losgelassen präsentierte, konnten Publikum und Richtergruppe überzeugen. Die Bronzemedaille bei den dreijährigen Ponyhengsten ging an den im Rheinland gezogenen Diamond Dancer v. FS Don´t Worry – FS Cocky Dundee. Der Fuchsfalbe aus der Zucht von Karl Dercks (Kranenburg) und Besitz von Oliver und Silke Bremicker (Kempen) wies im Trab eine sehr gute Mechanik mit viel Schubkraft auf. Im Galopp sprang er schön unter den Schwerpunkt und zeigte neben einem idealen Raumgriff auch eine gute Anlehnung. Lediglich der Gesamteindruck litt etwas unter den plötzlichen Attacken des Hengstes, die es seiner Reiterin Lydia Camp (Geldern) besonders im Galopp schwer machten. Die beiden Fremdreiterinnen Anna Junkmann und Klarissa-Alexandra Liss (Reißkirchen) waren mit der Rittigkeit der drei Finalhengste zufrieden und sahen sie in der gleichen Reihenfolge wie die Richter. Die Herkunft der acht Finalteilnehmer war bei den dreijährigen Hengsten gut verteilt. So konnten die Zuchtgebiete Hannover und Westfalen jeweils zwei, das Rheinland sogar drei und Weser-Ems einen Finalteilnehmer aufweisen. Vierjährige Stuten/Wallache: Überragende Siegerin bei den vierjährigen Reitponystuten und -wallachen war die westfälisch gezogene Stute Cara Mia v. FS Champion de Luxe – Nalet Stern ox. Die Falbenstute aus der Zucht und im Besitz von Anne Grosse Beckmann (Münster) war in diesem Jahr auch bereits Siegerin im Westfalen-Championat der vierjährigen Reitponys. Cara Mia, die hervorragend von Helen Langehanenberg vorgestellt wurde, machte vom ersten Eindruck an auf sich aufmerksam. Auffällig war ihre natürliche Selbsthaltung in jeder Gangart. Die Dynamik und Schwungentwicklung im Trab reichte bei den Richtern Martin Richenhagen, Reinhard Uhlig und Jürgen Uthoff fast ans Optimum (Wertnote 9,5). Die im Rheinland gezogene FS Dark Surprise, ebenfalls vom Ponyvererber FS Champion de Luxe abstammend aus einer Chantre B-Mutter, wurde in diesem wie bereits auch im letzten Jahr Vize-Championesse. Die braune Stute aus der Zucht von Karl-Josef Saat (Goch) und im Besitz des Ferienhofs Stücker wurde vorgestellt von Jana Freund und überzeugte mit ihrem taktreinen, fleißigen Schritt. Aber auch im Trab verkündete der Kommentator Bruno Six „großes Potenzial“. Tokyo, die Gewinnerin der Bronzemedaille kommt aus dem Zuchtverband für deutsche Pferde (ZfdP) und stammt von Top Non Stop II – Fiorissimo. Die Fuchsstute, die aus der Zucht und im Besitz von Sascha Hahn (Bramsche) ist und von Kerstin Busse (Bramsche) vorgestellt wurde, wies vor allem eine gute Hinterhand auf, die „immer Richtung Schwerpunkt“ trat. Die Hälfte der acht Finalteilnehmer bei den vierjährigen Reitponystuten und -wallachen kam aus dem Zuchtgebiet Westfalen. Die Spitze war jedoch mit der westfälischen Bundeschampionesse, der aus dem Rheinland stammenden Vize-Championesse und der drittplatzierten Stute aus dem Zuchtverband für deutsche Pferde (ZFdP) gut verteilt. Mit der Reitponystute Cara Mia stellte Helen Langehanenberg ihren dritten Bundeschampion auf dem diesjährigen Bundeschampionat. Dreijährige Reitponystuten und -wallache: Überragender Sieg für C-Dur Ein Start-Ziel-Sieg gelang bei den dreijährigen Stuten und Wallachen der in Westfalen gezogenen Stute C-Dur v. FS Champion de Luxe aus einer Domingo-Mutter. Bereits in der Finalqualifikation führte die von Eva Möller (Hagen) präsentierte Stute das starke Feld mit einer Wertnote von 8,8 an. Im Finale bekam sie dann für ihren elastischen Trab „mit viel Gummi und hervorragender Schulterfreiheit und Mechanik“ eine 9,5. Und auch der „mühelos, durch den Körper gesprungene“ Galopp der Falbenstute mit deutlich erkennbarer Bergauf-Tendenz und der lässig schreitende Schritt mit einem „super Raumgriff“ überzeugte Richter und Zuschauer gleichermaßen. Die westfälische Stute C-Dur, auf der sich nicht nur ihre Reiterin Eva Möller, sondern auch die beiden Fremdreiterinnen Anna Junkmann und Klarissa-Alexandra Liss sichtlich wohl fühlten, war Siegerin im Westfalen-Championat der drejährigen Reitponystuten. Sie stammt aus der Zucht von Thea Berensmeyer (Lippstadt) und befindet sich im Besitz von Hermann Koopmeiners (Cappeln). Vize-Champion wurde der ebenfalls in Westfalen gezogene Wallach Not-for-sale (v. Navoy – Playback) aus der Zucht von Marlies Lüning (Rietberg) und im Besitz von Rebecca Leesing (Borken). Der von Helen Langehangenberg vorgestellte Fuchswallach, der nach der Finalqualifikation noch auf dem vierten Rang lag, konnte sich im Finale des diesjährigen Bundeschampionats der dreijährigen Reitponystuten und -wallache bis auf den Silberrang vorarbeiten. Bronze ging an den im Rheinland von Johannes Kahlke (Brekendorf) gezogenen Cinzano´Son v. Nangrando-Sohn Simsalabim, der nach der Finalqualifikation noch an fünfter Stelle lag und teils etwas unkonzentriert wirkte. Unter seiner Reiterin und gleichzeitig auch Besitzerin Inga Green (Osterrönfeld) überzeugte der Schimmelhengst jedoch mit seinem raumgreifenden, nach oben gesprungenen Galopp. Aber auch im Trab konnte man ein aktives Hinterbein und eine gute Schulterfreiheit erkennen. Auch das Finale der dreijährigen Reitponystuten und -wallache zeigte deutlich die Vormachtstellung der in Westfalen gezogenen Ponys. Insgesamt waren neben der Championesse und dem Vize-Champion fünf westfälische Ponys unter den sieben Finalteilnehmern. Die beiden anderen Ponys kamen vom Zuchtverband des Deutschen Pferdes (ZfdP) und aus dem Rheinland. |
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