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De Libris - ein Fahrpferd, wie man es sich wünscht Warendorf (fn-press). Tosender Applaus, enthusiastische Freudenpfiffe und Zurufe haben den neuen Bundeschampion des vier- und fünfjährigen Fahrpferdes beim Verlassen des Fahrvierecks begeleitet. „Man merkt, dass hier Fachpublikum vor Ort ist“, bestätigte Wilfried Gehrmann (Warendorf) die Reaktionen der Zuschauer auf den Sieger der Fahrpferde bei den Bundeschampionaten 2007 in Warendorf. De Libris, ein fünfjähriger Oldenburger Hengst von De Niro - Ex Libris aus der Zucht von Bernhard Gerdes (Lindern-Hegel) hatte soeben eine Punktzahl von 18,4 (Wertnote 9,2) vom Richtergespann Wilfried Gehrmann und Ewald Meier (Meißenheim) erhalten und sich damit deutlich an die Spitze des Teilnehmerfeldes gesetzt. An den Leinen von Christian Koller (Warendorf) wusste der Hengst aus dem Besitz des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts Warendorf in fast allen Bereichen zu überzeugen, erhielt die besten Wertungen im Eignungs- wie auch im Fremdfahrertest und wurde mit insgesamt 27,9 Punkten der neue Bundeschampion 2007.
„Das ist ein Fahrpferd, wie man es sich wünscht“, schwärmte Gehrmann von De Libris. „Er verfügt über einen sehr dynamischen Trab, hat eine vorbildliche Haltung und weiß in Stellung wie Biegung zu überzeugen.“ Nicht nur in der Eignungsprüfung, sondern auch im Fremdfahrertest sorgte der Oldenburger für Begeisterung. So wenig Zeit wie bei keinem anderen Gespann benötigte Fremdfahrer Ulrich Müller (Celle), um sein Urteil zu bilden. „So wie das Pferd von unten aussieht, fühlt es sich auch an, wenn man auf dem Kutschbock sitzt und es an den Leinen hat“, lautete der Kommentar des Obersattelmeisters am Niedersächsischen Landgestüt Celle. „De Libris ist mit Leichtigkeit zu fahren und es bleiben nicht viele Wünsche offen, die man an ein ideales Fahrpferd stellt.“ Die Wertnote folgte prompt: 9,5 im Fremdfahrertest. Die Höchstnote von 10 (ausgezeichnet) vergab Müller nicht, weil er sich im Schritt mehr „Vorwärtstendenz“ vom Hengst gewünscht hätte. Lediglich ein Pferd konnte dem Siegerhengst Paroli bieten: Farouche, der fünfjährige Rheinländer von Fidermark – Dream of Glory. Der Hengst aus der Zucht und im Besitz von Heinz Künstler (Grefrath), der seinen Zögling selbst an den Leinen vorstellte, gewann die Finalqualifikation und wurde am Ende mit 26,6 Punkten (Eignung 17,6/Fremdfahrer 9,0) Vizechampion. Voll des Lobes waren auch die Wertungsrichter: „Farouche ist überdurchschnittlich ausgebildet, verfügt über einen besonders guten Schritt, der durch viel Raumgriff und Fleiß gekennzeichnet ist, und zeigt ein vorbildliches Leinen aus der Hand kauen lassen.“ Auch Fremdfahrer Ulrich Müller war mehr als zufrieden und stellte dem Rheinländer ein „sehr gutes“ Zeugnis aus: „Es ist eine Freude, so einen herrlichen Fuchs zu fahren, der immer vor einem ist. Farouche verfügt über eine gründliche und solide Grundausbildung.“ Wilfried Gehrmann und Fahr-Bundestrainer Ewald Meyer begutachteten die Fahrpferde mit strengem Auge und den Gespannen wurde die Teilnahme am Finale nicht „geschenkt“. Obwohl zehn Fahrpferde mit einer Grundnote von 7,0 gemäß Ausschreibung am Finale hätten teilnehmen können, erhielten lediglich acht der insgesamt 18 Teilnehmer das Ticket für nächste Runde. Die übrigen Pferde erreichten Wertungen unter 7,0. Mit Leichtigkeit den Sprung ins Finale schaffte die fünfjährige Hessenstute Davinia v. Dartagnan – Aargau. Vorgestellt von Kaderfahrer Dieter Lauterbach (Herborn) erzielte die Stute aus der Zucht und im Besitz von Anne Schwarz-Strömmer (Dillenburg) 24,5 Punkte (16,4/8,1). Damit sicherte sich Davinia den dritten Platz bei den Bundeschampionaten 2007. Positiv angemerkt seitens der Richter wurden bei ihr der sichere Gebrauchstrab, der fleißige Schritt sowie die sichere Selbsthaltung“.
Quelle: fn-press/ dp Fotos: www.reitsportfotos.eu |