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„It’s Frenzen time“ im Championats-Viereck Warendorf (fn-press). Mit der Ansage „Reiterin Annabel Frenzen“ lag Kommentator Christoph Hess (Warendorf) fast immer richtig: Drei von elf Ponys stellte die sechzehnjährige Europameisterschaftsreiterin aus Krefeld auf dem Viereck der Fünfjährigen vor und fast hätte sie auch alle drei Medaillenränge belegt: Sieg mit der westfälischen Schimmelstute Nip Tuck, Platz zwei mit dem rheinischen Fuchsfalben Donato W. Erst auf Platz drei ließ sie die elf Jahre alte Leonie Richter (Bad Essen) mit Carrie WE vorbeiziehen. Aber auf Platz vier stand die fein reitende, erfahrene Frenzen dann wieder selbst mit Der Harlekin B. Der Palomino Hengst von Golden Dancer, gezogen vom Gestüt Bönniger in Tönnisvorst, ist „Barbies Traumpferd“ und komplettierte die Galavorstellung der jungen Meistermacherin, die inzwischen schon Großpferde reitet und ihr Ziel für 2008 fest vor Augen hat: Nach Jahren als Pony-Reiterin mit dem eigenen „großen“ Pferd wieder nach Warendorf kommen zum Bundes-Championat.
Eine Woche vor der Qualifikation hat Frenzen Nip Tuck übernommen und dann vier Wochen vor dem Start ganz in den Stall bekommen. Mit 9,0 zeichneten die Richter den Trab der Nantano-Tochter aus einer Mutter v. Marsvogel xx aus, die von Walter Schelpers (Lüdinghausen) gezogen worden ist. „Beste Balance in allen Tempi und auf allen Linien“, bescheinigten die Richter und bewerteten die Vorstellung insgesamt mit der Wertnote 8,3. Die noch sehr junge Besitzerin Jil Julia Hamann aus Kerpen kann sich auf ein sehr rittiges Lehrpony freuen. Der zweitplatzierte Donato W (v. FS Don’t Worry aus einer Mutter von Dijon, gezogen von Herbert Werth (Wesel) gefiel mit geregeltem, gelassenen Schritt in guter Halsdehnung und seinem Gerittensein – beides bewertet mit 8,5. Der Wallach ist seit achtzehn Monaten bei der Familie Frenzen im Stall und wird bereits in E- und A-Dressuren von seinen Besitzern Schüren aus Krefeld vorgestellt. „Liebhaberei“ nannte Kommentator Christoph Hess die Vorstellung von Leonie Richter, die mit der hellbraunen Stute Carrie WE (v. Constantin – Granulit) über das Kleine Finale Einzug in das Meisterschaftsviereck gehalten hatte. „Körperlich und mental im Gleichgewicht, tolle Bewegungen mit viel Charme und gefühlvoll vorgestellt“, fasste Hess die Richterurteile zusammen. Das brachten einen Gesamteindruck von 8,5 und eine Endnote von 8,0 für die von Aloys Thoben (Lindern) gezogene Stute, die Annika Schäfer in Bissendorf gehört. Trotz ihrer gerade erst elf Lenze ist Leonie Richter bereits eine „alte“ Championatsreiterin, die im dritten Jahr dabei ist und ihr siebenjähriges Pony auch schon im Preis der Besten vorgestellt hat. Mit ihrer Zwillingsschwester bildet sie ein ansehnliches Duo, auch wenn Ellen in diesem Jahr das Finale bei den sechsjährigen Dressurponys verpasst hat.
Elf Ponys wurden im Championat der Fünfjährigen vorgestellt, sechs davon gingen unter echten „Pony-Profis“ an den Start. Neben Annabel Frenzen mit ihrer Troika ritt Lydia Camp (Geldern) zwei Ponys und der EM-Springreiter Josch Löhden (Heeslingen) war wieder einmal in den Dressursattel umgestiegen. Drei der Ponys im Finale waren noch im Besitz ihrer Züchter, keines wurde von seinen Besitzern vorgestellt. Bei den Fünfjährigen sieht die Bundestrainerin Cornelia Endres (Dülmen-Buldern) diese Erscheinung eher positiv: „Die erfahrenen Reiter bringen die Ponys weiter und bereiten sie für Kinder vor. Besser so, als wenn diese Ponys gar nicht vorgestellt würden.“ Um die gute Vorbereitung zu garantieren gibt es auch die bestehende Karenzzeit von zwei Jahren, in der auch nach dem vollendeten 16. Lebensjahr noch Dressurponyprüfungen geritten werden dürfen. Mit 16 ist sonst Schluss im „normalen“ Ponysport.
Quelle: fn-press/ P. Schlemm Reitsportfotos - Sportfotos - Turnierfotos unter: www.reitsportfotos.eu
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