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Deutschlands Freizeitreiter ziehen in den hohen Norden (Bad Segeberg) Dieses Jahr wird das norddeutsche Bad Segeberg für Freizeitreiter, was Aachen für den Leistungssport ist. Vom 18. bis zum 19. August wird dort das Bundesbreitensportfestival gemeinsam mit dem zwölften Landesbreitensport-turnier Schleswig-Holstein ausgetragen. Zusammen wird das Deutschlands größtes und vielfältigstes Turnier für alles, was über die klassischen Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit hinaus geht. Rasante Mounted Games, Spring- und Dressurprüfungen im eleganten Damensattel oder fantasievolles Kostüm-Voltigieren – das sind nur einige Wettbewerbe des diesjährigen Bundesbreitensportfestivals. Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), rechnet mit über 600 teilnehmenden Pferden. „Eine Zahl, die sicherlich eine Herausforderung darstellt“, so Ungruhe. „Aber wir denken durchaus, dass wir das in Bad Segeberg gut managen können.“
Damit es klappt, sind Helfer vor Ort schon seit letztem Jahr im Einsatz. In Schleswig-Holstein wird schon seit über elf Jahren ein Landesbreitensportturnier veranstaltet. Anke Vosswinkel und Dörte Rehse-Behncke vom Pferdesportverband Schleswig-Holstein e.V. werden die FN mit ihrem Erfahrungsschatz kräftig unterstützen. „Unsere Vereine kennen das Breitensport-Turnier schon länger. Sie wissen genau, dass es gerade bei dieser Vielfalt an Disziplinen besonderer Organisation bedarf – schließlich muss weitaus mehr als nur ein Spring- und Geländeparcours und ein Dressurviereck aufgebaut werden!“ Stabile Holzwippen und bunte Flatterdusche für die Gelassenheits-Prüfung, ein Pferdefußball-Feld, Sackhüpf-Beutel und Slalomstangen für die Mounted Games, dazu noch Kegelparcours für die Fahrer und schwere Baumstämme für den Kaltblut-Vierkampf… Dörte Rehse-Behncke hat bereits rund 250 Helfer aus den Vereinen organisiert. „Natürlich wird es viel Arbeit werden. Aber wir sind auch stolz und freuen uns darauf, Deutschlands Freizeitreiter bei uns zu Gast zu haben!“ Vergleichen mit einer Deutschen Meisterschaft im Kostümreiten oder Westerndisziplin kann man die Veranstaltung allerdings nicht. „Es liegt uns sehr am Herzen, die Welt des Pferdesports und der Pferdezucht in ihrer Vielfalt und Breite zu zeigen“, betont Thomas Ungruhe. „Durch die Vielzahl der Prüfungen, immerhin bieten wir 65 Wettbewerbe an, haben alle Pferdesportler die Möglichkeit, sich auf breiter Ebene zu messen.“ Eine Besonderheit wird es allerdings geben: Die deutschen Quadrillen-Championate werden im Rahmen des Festivals stattfinden.
Quelle: comtainment.de |