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Gert-Jan Bruggink gewinnt den Preis der Heinrich Vetter Stiftung
(mps) Als erstes von insgesamt 15 Paaren hatten der Niederländer Gert-Jan Bruggink und sein zwölfjähriger Wallach Acodetto am Montagnachmittag das traditionelle Mannheimer Derby um den Preis der Heinrich Vetter Stiftung in Angriff genommen. Und ihr fehlerfreier Ritt durch die 680 Meter lange Bahn und die 16 Hindernisse, darunter die berühmt-berüchtigte Mannheimer Brücke, sollte bis zum Ende das Maß aller Dinge bleiben. In 78,72 Sekunden hatte der 27-Jährige aus Weerselo diese anspruchsvolle Prüfung absolviert und damit eine Marke vorgelegt, die keines der weiteren Paare knacken konnte. Am nächsten kam dem Europameister der Jungen Reiter von 2001 dabei der Jordanier Ibrahim Hani Kamal Bisharat, der im Sattel von Ovidius ebenfalls fehlerfrei durch den Parcours kam und in 80,96 Sekunden am Ende Platz zwei belegte.
Den dritten Rang sicherte sich die Weltranglisten-Dritte Jessica Kürten (Irland), die mit Castle Forbes Kalande de Grez nach 81,62 Sekunden im Ziel war, für einen Fehler jedoch noch vier Strafsekunden hinnehmen musste. „Herzlichen Glückwunsch zu diesem Start-Ziel-Sieg. Als Erster gleich die Marke gesetzt, das war klasse“, attestierte Peter Hofmann, Präsident des Reiter-Verein Mannheim dem Niederländer eine hervorragende Leistung. Und dieser bekannte: „Dieser Parcours ist immer etwas Besonderes“. Allerdings, so Bruggink weiter, müsse man natürlich auch ein entsprechendes Pferd dafür haben. „Manchmal klappt das, manchmal nicht. Ich habe im Vorfeld eigentlich schon gedacht, das könnte passen mit Acodetto und das hat es ja dann auch.
Eigentlich ist er ein sehr schnelles Pferd und er hatte bis jetzt noch keine Erfahrungen mit Wällen und ähnlichen Hindernissen. Aber jetzt weiß ich, dass er es kann und jetzt gehen wir einen Schritt weiter“, kündigte Bruggink an. Begeistert von den Leistungen im Parcours war der Geschäftsführer der Heinrich Vetter Stiftung, Dieter Kolb. „Es ist immer wieder faszinierend, sich diese Prüfung anzuschauen. Und nachdem ich jetzt gehört habe, dass die Reiter so etwas ja meist gar nicht speziell trainieren, muss ich sagen, da gehört schon eine Riesenportion Mut dazu.“ Den hatten sowohl Gert-Jan Bruggink als auch Acodetto, wenngleich der Niederländer aus dem Nähkästchen plauderte: „Er ist schon ein mutiges Pferd, aber nur im Parcours. Außerhalb wartet er eigentlich gerne erst mal ab, was die anderen so machen.“
Quelle: MPS-Agentur Foto: Stefan Lafrentz |