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Bodensee Classics in Aach PDF Drucken
CSIO-P – CSI-P – CSI-J – AACH  vom 19. bis 22. Juni 2008

Könnte es, wenn der Frühling in den Sommer fließt, eine charmantere Botschafterin für die Bodensee Classics vom 12. bis 22. Juni geben, als Gaby Hauptmann? Die Bestseller-Autorin vom Bodensee, die „nicht schon wieder al dente“ mag, hat auch das richtige Motto für zwei Wochen Pferdesport parat: „Kaya gibt alles“, ist der Titel ihres neuesten Pferdebuches. Vom 12. bis 15. Juni stehen bei den CSI Aach Bodensee Classics gleich drei Schwerpunkte auf dem viertägigen Turnierprogramm: Sieben Prüfungen mit 60 000 Euro dotiert, warten auf die Spring-reiter aus dem In- und Ausland beim CSI***. Hauptereignisse sind dabei das Zeitspringen am Samstag und der „Große Preis“ am Sonntag der zugleich auch schon Qualifikation für die EM der Springreiter 2009 in britischen Windsor sind. Auch für einige Olympiaaspiranten verschiedener Nationen wie Australien oder Neuseeland werden die Fahrkarten nach Hongkong im Aacher Natursportpark ausgegeben. George Morris hat per Telefon gleich mal fünf Startplätze bei Patricia Lüthi Orschel reserviert. Richard Spooner und Laura Kraut beispielsweise haben in Hamburg gezeigt, zu welchen Leistungen sie aus dem Stand fähig sind.

Genau das sind die Zutaten, die den Bodensee Classics den Facettenreichtum zuspielen: Große Namen der Turnierszene werden wieerum im Hegau zu Gast sein, Internationalität ist gerade das Markenzeichen des Natursportparks und dann gibt es die Jäger, die auch jedes Springen für sich entscheiden können. Im Vorjahr war es Ewald Güss, der sich mit seinem Bundeschampion Lumos ganz an die Spitze des „Großen Preises katapultieren konnte.
„Es wird auch weiterhin in Baden-Württemberg ein internationales Jugendturnier geben“, sagte der Pferdesportverband Baden-Württemberg durch seinen Geschäftsführer Christian Abel. Nach über 15 Jahren fiel 2005 der letzte Vorhang auf dem idyllischen Bergfeld oberhalb Mosbach für das internationale Jugend-Springturnier des Landesverbandes. Aber Abel sah auch schon am Horizont den Silberstreif im Südbadener Hirtenhof der Familie Lüthi Orschel. Waren es noch vor zwei Jahren in Mosbach vor allem Probleme mit den Wettkampfplätzen, die nicht mehr den Erwartungen ge-recht werden konnten, gehören die Bedingungen im Aacher Na-tursportpark zu den Besten in weitem Umkreis. Davon können sich die Weltklassereiter seit acht Jahren überzeugen und die Ju-nioren und Jungen Reiter waren im vergangenen Jahr erstmals gern gesehene Gäste auf dem Hirtenhof. Dort können sie heuer erneut internationale Turnierluft schnuppern.

Für die Europameisterschaften des laufenden Jahres, die erstmals in Prag stattfinden, müssen sich die Junioren (U18) und Jungen Reiter (U21) auf dem Hirtenhof empfehlen. Sechs Chancen hierfür sind in beiden Altersgruppen gewiss, ehe dann am Sonntag die beiden „Großen Preise“ entschieden werden. Für Bundestrainer Dietmar Gugler (Pfungstadt) wird es dann keine leichte Entschei-dung werden, zumal Nachwuchsreiter aus 17 Nationen in Aach erwartet werden.

„Man muss in derartige Turniere hineinwachsen“, sagt mit Reit-meister Karl-Heinz Streng einer, der es wissen muss. Schließlich hat er schon in Mosbach viele Nachwuchssterne aufgehen sehen: Olympiasieger Jeroen Dubbeldam oder Christina Liebherr, Johan-nes Ehning oder Felix Hassmann verdienten sich die ersten Spo-ren und Pia-Luise Aufrecht gewann ihr erstes S-Springen. Auch schon das vergangene Jahr mit dem von unserem Baden-Württemberger Team gewonnenen Mannschaftsspringen im Mit-telpunkt, war diesbezüglich recht aufschlussreich.
In den internationalen Springsport längst hineingewachsen ist die 20-jährige Denise Sulz. Vier Medaillen konnte die großgewachsene Springreiterin bislang erkämpfen. Mannschafts-Gold (2006 mit Fambus) und –Bronze sowie zweimal Silber hängen schon im Tro-phäenschrank in Nagold. Vor Jahresfrist holte sie sich auch noch den zweiten Platz im „Großen Preis“ der Bodensee Classics als Sahnehäubchen obendrauf. Schon seinerzeit hatte Papa Roland Sulz als amtierender Sportdirektor der Bodensee Classics ein wa-ches Auge auf seine erfolgreiche Tochter.
Für Turnierchef Günter Orschel ist es besonders wichtig, dass „die Nachwuchsreiter lernen, sich auch auf großen Plätzen zurecht zu finden, weil das zu den Grundvoraussetzungen der internationalen Springreiterei gehört“. „Es ist ein neuer Weg, das Jugendturnier in ein CSI*** zu integrieren“, blickt Patricia Lüthi Orschel schon in die Zukunft, „zumal an diesem Wochenende auch die Amateurrei-ter mit sieben Prüfungen der Bodensee Classics Amateurs Trophy eingebunden sind“.
 
Ponyreiter wieder im Nationenpreisfieber

Mit einem verheißungsvollen Aufgalopp starteten die Ponyreiter in Fontainbleau in die Saison. Sieg im Nationenpreis und Platz drei im Grand Prix lautete das erste Ergebnis. Der Pony-Nationenpreis von Deutschland steht nur wenige Tage später vom 19. bis 22. Juni erneut im Natursportpark auf dem Programm. Für die Bundeskaderreiter aus dem „Ländle“ mit Kim und Kaya Lüthi sowie Anna-Elisa Schäfer werden die Turniertage zum „Heimspiel“. Dann kann sich die Equipe aus Deutschland re-habilitieren, nachdem sie im letzten Jahr an gleicher Stelle nicht drei Reiter in die Wertung brachten und somit ausschieden. Jeder der vier Turniertage steht ganz im Zeichen des internationa-len Ponysports mit Reitern aus mindestens acht Nationen. Dabei hat jeder Tag seine ganz spezielle Ausstrahlung. Schließlich geht es neben dem Nationenpreis am Freitag und dem „Großen Preis“ am Sonntag im Natursportpark auch noch um ein Geheimnis. Zum guten Schluss wird sie bekannt gegeben, die Nominierung des Europameisterschafts-Teams durch Bundestrainer Peter Teeuwen.

Info:  Turnierponys dürfen maximal ein Stockmaß von 1,48 Metern aufwei-sen und die Pony-Reiter dürfen nicht älter als 16 Jahre sein.
Abkürzung für französisch Concours de Saut International Officiel, Offizielles Internationales Spring-Turnier. Die Bezeichnung wurde 1971 eingeführt. Die Veranstaltung eines CSIO muss von der Internationalen Reiterlichen Vereini-gung (FEI) genehmigt sein. Jede Nation hat das Recht, einmal jährlich ein CSIO zu veranstalten. Das deutsche CSIO für Großpferde findet seit 1924 in Aachen statt.

Quelle: J.R.
Fotos: www.reitsportfotos.eu

 
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